Betriebsgebäude Schlammbehandlung 1973 - 1984

Betriebsgebäude Schlammbehandlung Unterverteilung Schlammbehandlung  1985 - 2006 Betriebsgebäude Mech. Reinigung Betriebsgebäude Erweiterung  2015/2016

Geschichte Schlammbehandlung

Die beiden Faultürme haben ein Volumen von je 1'000 Kubikmeter und sind aus Beton. Der Aufbau der Wände auf der Aussenseite der Faultürme besteht aus 30cm Konstruktionsbeton, 4cm Steinwollplatten und 12cm und Sichtmauerwerk aus roten Ziegelsteinen.

Im Zeitraum Inbetriebsetzung 1973 bis 1984 sind die Betriebsräume der Schlammbehandlung im 1. UG zwischen den beiden Faultürmen untergebracht. In der Mitte steht ein vertikaler Rohrleitungs-Schacht mit integrierter Wendeltreppe mit 4 Zwischen-Podesten mit Geländer zur Steigzone Rohrleitungsschacht. Ebenfalls in dieser auf der Westseite angeordneten Steigzone befindet sich das Herzstück der Schlammfaulung, ein stehender Schlammwärmetauscher. Neben den vielen braun und grau bemalten Schlamm Leitungen ist eine mit gelber Farbe bemalte, grosskalibrige Gussleitung untergebracht. Mit gelber Farbe bemalte Leitungen kennzeichnen die Klärgas Produktionsleitung. Diese leitet das produzierte Klärgas von der Kuppel des nördlichen Faulturm, hinunter ins 1. UG und von dort im nordöstlichen überdeckten nicht begehbaren Leitungskanal zu Nassgasometer. Auf der Ostseite des Treppenaufganges befinden sich zwei Kaminrohre für die zwei Heizungskessel im 1. Untergeschoss.

Die Eingangstüre zur Wendeltreppe befindet sich auf der Südseite des vertikalen Rohrleitungsschachtes. Die Wendeltreppe führt über 5 Etagen, von der Eingangstüre im Erdgeschoss ins 1. UG. Dort finden wir die eigentlichen Betriebsräume der Schlammbehandlung.

Jetzt gehen wir zuerst nach oben, also von der Eingangstüre im EG bis zum 3.OG. Das 1. OG besteht aus einer Plattform mit Geländer auf der Seite zum Rohrleitungsschacht. Im 2. Obergeschoss ebenfalls eine Plattform mit Geländer, Zusätzlich finden wir südlich und nördlich je einen 70cm höher liegenden Nischenraum 3m x 3m x 2.10m. Hinter diesem Nischenraum befindet sich die kegelförmige obere Kuppel. Ausserhalb dieser Nischen sind der Überlaufschacht und die Schwimmschlammklappe der baugleichen Faultürme angeordnet. Ein Stockwerk höher im 3. OG führen zwei Türen zur Kuppel der zwei Faultürme.

Überlaufrohr und Nischenraum Überlaufrohr und Schwimmschlammklappe

Obere Kuppel Faulturm Zugang vom 3. OG Treppenaufgang
Überlaufrohr Faulraum und angrenzend der Nischenraum
vom 2. OG Treppenaufgang zugänglich
am 13. Juli 1973

Obere Kuppel Faulturm Zugang vom 3. OG Treppenaufgang
Überlaufschacht + Schwimmschlammklappe Faulraum
vom 3. OG Treppenaufgang zugänglich
am 13. Juli 1973

Die Türe auf der Nordseite führt auf die Kuppel des Faulturm. Dort findet man in der Mitte des Faulraum Kegels drei Öffnungen. in der mittleren ist der Antriebsmotor des Schraubenschauflers aufgeflanscht. Auf der Öffnung der Westseite ist der Gasentnahme Dom mit integrierter Wassertasse als Überdrucksicherung aufgebaut. Die dritte Öffnung auf der Ostseite ist mit einem Sichtfenster aus Glas und einem Aluminium Schutzdeckel angeordnet.

Die Türe auf der Südseite führt zur Kuppel des Nachfaulraumes.

Das Treppenhaus besteht aus Sichtbeton und steht frei zwischen den beiden Faultürme. zu den Schaltanlagen UV-Schlammbehandlung und UV-Heizung.

Schaltanlage Schlammbehandlung

Im Zeitraum von der Inbetriebsetzung 1973 bis 1984 ist die Steuerung der Schlammfaulung Vorort orientiert und die Funktionsabläufe sind verbindungsorientiert aufgebaut. Jede Steuerschalterstellung löst einen vorbestimmten Funktionsablauf aus. Im Prinzip sind es mehr oder weniger komplexe logische Verknüpfungen, das heisst eine Verschachtelung von elektrischen Relaiskontakten und Hilfskontakten von Leistungsschützen.

Die "Unterverteilung Schlammbehandlung" befindet sich, in diesen Betriebsjahren, im 1. Untergeschoss zwischen dem Faulraum (Vorfaulraum) und dem Nacheindicker (Nachfaulraum). Die Unterverteilung besteht aus einem 2-türigen Schaltschrank.

Im linken Feld 1 sind Schraubsicherungen, Leistungsschütze, Thermorelais, Stromwandler und Industrierelais für die Steuerung der Antriebsmotoren von Pumpen und der Druckluft Kompressoranlage untergebracht. In der Türe sind die dazugehörenden Steuerschalter, Betriebs- und Störlampen, sowie Amperemeter und Stundenzähler eingebaut.

Im rechten Feld 2 sind die 17 Magnetventile (5/2-Wege) unzählige Industrierelais, Schaltuhren für die Steuerung der mit Druckluft betriebenen pneumatischen Plattenschieber, untergebracht. In der Türe dieses Feldes sind auf der linken Seite die Programm Vorwahl Drucktasten-Schalter vertikal in einer Reihe von oben nach unten angeordnet und beschriftet. Der erste Programm Drucktasten-Schalter von oben ist mit "Handprogramm Schiebersteuerung" beschriftet. In der zweiten Zeile steht noch "Pumpen und Schieber Handauswahl". Wenn "Handprogramm Schiebersteuerung" angewählt wird werden die nächsten 4 Vorwahl Drucktasten-Schalter mechanisch verriegelt.

Dies bedeutet die benötigte Pumpe und die entsprechenden richtigen Plattenschieber müssen im Handbetrieb ausgewählt werden. Für diese Auswahl sind in der rechten Türseite 14 Drucktasten-Schalter und links und rechts je eine Meldeleuchte für die Stellungsanzeigen "AUF" oder "ZU" eingebaut. Diese 14 Schalter und die 28 Meldeleuchten sind jeweils horizontal eingebaut.

Die Hand Druckschalter sind nur bei Vorwahl "Handprogramm Schiebersteuerung" aktiv.

Die Druckschalter der Bedieneiheit sind beschriftet von oben nach unter mit H gefolgt von 1 - 8. Um einen dieser Vorwahl Drucktasten-Schalter 1 -8 betätigen zu können muss wegen der mechanischen Verriegelung eine bestehende Vorwahl durch antippen gelöst werden. Erst jetzt, wenn sich alle mechanisch verriegelten Schalter in der "AUS-Stellung" befinden kann ein neues Programm angewählt werden.

Aussen- und Innen-Ansicht der UV-Schlammbehandlung 1973 - 1984

Schaltschrank UV-Schlammbehandlung Aussenansicht Schaltschrank UV-Schlammbehandlung Innenansicht

Schaltanlage UV-Schlammbehandlung Aussenansicht
Bedienung Steuerung Pumpen und Antriebsmotoren
Bedienung Steuerung Pneumatikschieber
am 16. Juli 1980

Schaltanlage UV-Schlammbehandlung Innenansicht
Bedienung Steuerung Pumpen und Antriebsmotoren
Bedienung Steuerung Pneumatikschieber
am 16. Juli 1980

Gezeichnete Bilder der Schaltanlage Ausbaustand in den Betriebsjahren 1973 - 1985: Jo Mächler, Lachen

Schaltanlage VK-Heizung Schlammbehandlung

Die Wärmeenergie wird im Normalfall durch die Abwärme des Gasmotor der ein Biologiegebläse betreibt zur Verfügung gestellt. Für einen längeren Ausfall des Gasmotores muss die Beheizung der Schlammbehandlung und Betriebsräume eine alternative Heizungsanlage vorhanden sein. Die Heizungsanlage würde mit den zwei Klärgasbrenner betrieben. Sollte der "Worst Case" (der schlimmste Fall) eintreten. Das wäre zum Beispiel eine Einleitung von Giftstoffen, die die Faulung vergiften würde. Dann würde die 3. Variante der Betrieb mit der Heizungsanlage mit Heizoel zur Verfügung stehen.

Aussen- und Innen-Ansicht der UV-Heizung Schlammbehandlung 1973 - 2008

Schaltschrank UV-Heizung Aussenansicht und Innenansicht

Schaltanlage UV-Heizung Aussen- und Innenansicht
Bedienung Steuerung Umwälz-Pumpen und Mischventile
Bedienung Steuerung Heizungskessel mit Gas und Oelbrenner
am 15. Oktober 2003

Gezeichnete Bilder der Schaltanlage Ausbaustand in den Betriebsjahren 1973 - 2008: Jo Mächler, Lachen

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Seite erstellt:  22.10.2018

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letztes Update:  27.02.2019

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