Betriebsgebäude Schlammbehandlung 1985 - 2007

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Schlammbehandlung     (1985 - 2007)

Unterverteilung Schlammfaulung

Im Zeitraum von der Inbetriebsetzung 1973 bis 1984 ist die Steuerung der Schlammfaulung Vorort orientiert und die Funktionsabläufe sind verbindungsorientiert aufgebaut. Jede Steuerschalterstellung löst einen vorbestimmten Funktionsablauf aus. Im Prinzip sind es mehr oder weniger komplexe logische Verknüpfungen, das heisst eine Verschachtelung von elektrischen Relaiskontakten und Hilfskontakten von Leistungsschützen.

Nachrüstungen in der Unterverteilung Schlammfaulung

In den Betriebsjahren 1985/86 werden die zwei grossen Pumpen im stillgelegten Voreindicker rückgebaut. Ein Schraubsicherungs Abgang → 63A → für die UV-Gaskompressoren 1 + 2" wird nachgerüstet.

Die Alarmübermittlung zum Kommandoraum wird angepasst mit dem Einbau einer Zuordnungs Diodenstecker Matrix. Die einzelnen Alarmmeldungen konnte mit dem Diodenstecker den zwei Sammelalarm Kriterien "Alarm dringend" oder Alarm technisch zugeordnet werden. Um die 60 Betriebs- und Alarm- Meldeleuchten kontollieren zu können wird das gleiche Prinzip wie im Kommandoraum mechanische Reinigung nachgerüstet. Die Betriebsanzeige wird mit einer Lampenkontroll Zeitschaltung versehen. Das hat den Vorteil, dass die Betriebs- und Stellungs- Meldeleuchten nur leuchten wenn sich das Betriebspersonal anwesend ist. Durch die Betätigung der Taste "LK/BK" leuchten alle Meldeleuchten solange bis diese wieder losgelassen wird, danach läuft eine einstellbare Betriebskontrollzeit von ca. 5 Minuten ab. Während dieser Zeit leuchten die aktiven Meldeleuchten. Dadurc erreicht man eine massive Verlängerung der Lebensdauer der Glühlämpchen. Züsätzlich wird in allen UV-Schaltanlagen eine Alarm Quittier-Taste "Q" und die Taste "Horn AUS" eingebaut

Ersetzt werden nach 15 Betriebjahren alle Magnetventile 5/2-Wege.

Der Standort Betriebsjahr 1985

Die "Unterverteilung Schlammbehandlung" befindet sich, in diesen Betriebsjahren, im 1. Untergeschoss zwischen dem Faulraum (Vorfaulraum) und dem Nacheindicker (Nachfaulraum). Die Unterverteilung besteht aus einem 2-türigen Schaltschrank.

Im linken Feld 1 sind Schraubsicherungen, Leistungsschütze, Thermorelais, Stromwandler und Industrierelais für die Steuerung der Antriebsmotoren von Pumpen und der Druckluft Kompressoranlage untergebracht. In der Türe sind die dazugehörenden Steuerschalter, Betriebs- und Störlampen, sowie Amperemeter und Stundenzähler eingebaut.

Im rechten Feld 2 sind die 17 Magnetventile (5/2-Wege) unzählige Industrierelais, Schaltuhren für die Steuerung der mit Druckluft betriebenen pneumatischen Plattenschieber, untergebracht. In der Türe dieses Feldes sind auf der linken Seite die Programm Vorwahl Drucktasten-Schalter vertikal in einer Reihe von oben nach unten angeordnet und beschriftet. Der erste Programm Drucktasten-Schalter von oben ist mit "Handprogramm Schiebersteuerung" beschriftet. In der zweiten Zeile steht noch "Pumpen und Schieber Handauswahl". Wenn "Handprogramm Schiebersteuerung" angewählt wird werden die nächsten 4 Vorwahl Drucktasten-Schalter mechanisch verriegelt.

Dies bedeutet die benötigte Pumpe und die entsprechenden richtigen Plattenschieber müssen im Handbetrieb ausgewählt werden. Für diese Auswahl sind in der rechten Türseite 21 Drucktasten-Schalter und links und rechts je eine Meldeleuchte für die Stellungsanzeigen "AUF" oder "ZU" eingebaut. Diese 21 Schalter und die 42 Meldeleuchten sind jeweils horizontal von links Meldeleuchte

"ZU"Druckschalter"AUF"

Meldeleuchte eingebaut. Die Hand Druckschalter sind nur bei Vorwahl "Handprogramm Schiebersteuerung" aktiv.

Die Druckschalter der Bedieneiheit sind beschriftet von oben nach unter mit H gefolgt von 1 - 10. Um einen dieser Vorwahl Drucktasten-Schalter 1 - 10 betätigen zu können muss wegen der mechanischen Verriegelung eine bestehende Vorwahl durch antippen gelöst werden. Erst jetzt, wenn sich alle mechanisch verriegelten Schalter in der "AUS-Stellung" befinden kann ein neues Programm angewählt werden.

Weiterer Ausbau 2001 Schlammstapelbehälter

Mit dem Neubaudes Stapelbehälters wird im Feld 2 die Programmvorwahl um 5 Einheiten nachgerüstet. Auch die "Handprogramm Schiebersteuerung" wird um 7 Plattenschieber erweitert. Die 6 Magnetventile für die 6 neuen Pneumatikschieber für den Stapelbehälter und die neue Faulschlammentwässerung werden am Schieber extern angebaut. Bei den Programm Vorwahl Druckschalter werden die Programme 1 - 3 mit Schlamm Transfer Funktionen ergänzt.

Aussen- und Innen-Ansicht der UV-Schlammbehandlung 1985 - 2006

Schaltschrank UV-Schlammbehandlung  Feld 1  Türansicht Schaltschrank UV-Schlammbehandlung  Feld 1  Türansicht Schaltschrank UV-Schlammbehandlung  Schrankeinbauten Feld 1 Schaltschrank UV-Schlammbehandlung  Schrankeinbauten Feld 2

Steuerung Bedienung
Antriebsmotoren
am 15. Oktober 2003

Programm Bedienstelle
Pneumatik Schieber
am 15. Oktober 2003

Leistung-Teil
Antriebsmotoren
am 15. Oktober 2003

Relais Steuerung
Magnetventile
am 15. Oktober 2003

Bildliche Darstellung der im Betriebsjahr 2006 entsorgten Schaltanlage: Jo Mächler, Lachen

Die Vorwahl Programme

  1. "Handprogramm"  ⇒  Pumpe  ⇒  Schieber Handvorwahl

  2. Programm 1: Schlammtransfer  ⇒  Nachfaulraum  ⇒  Stapelbehälter   ⇒  Pumpe 34, Schieber 6 + 14 + 20

  3. Programm 2:  ⇒  Schlammtransfer  ⇒  Stapelbehälter  ⇒  FAS-Schlammvorlage   ⇒  Pumpe 29, Schieber 18 + 19

  4. Programm 3:  ⇒  Schlammtransfer  ⇒  Nachfaulraum  ⇒  FAS-Entwässerung Vorlage   ⇒  Pumpe 34, Schieber 6 + 14 + 18

  5. Programm 4:  ⇒  Reserve  ⇒  

  6. Programm 5:  ⇒  Umwälzung Vorfaulraum mit Wärmetauscher  ⇒  von Unten nach Oben   ⇒  Überwachung durch Leckagesonde  ⇒  Pumpe 32, Schieber 16

  7. Programm 6:  ⇒  Umwälzung Vorfaulraum mit Wärmetauscher  ⇒  von Unten nach Mitte   ⇒  Überwachung durch Leckagesonde  ⇒  Pumpe 32, Schieber 16 + 11

  8. Programm 7:  ⇒  Umwälzung Vorfaulraum ohne Wärmetauscher  ⇒  von Unten nach Oben   ⇒  Überwachung durch Leckagesonde  ⇒  Pumpe 33, Schieber 16 + 2 + 8

  9. Programm 8:  ⇒  Umwälzung Vorfaulraum ohne Wärmetauscher  ⇒  von Unten nach Oben   ⇒  Überwachung durch Leckagesonde  ⇒  Pumpe 33, Schieber 16 + 2 + 8 + 11

  10. Programm 9:  ⇒  Trübwasser Entnahme  ⇒  Nachfaulraum   ⇒  FAS-Schlammvorlage  ⇒  Zeitprogramm, Schieber 1

  11. Programm 10:  ⇒  Trübwasser Entnahme  ⇒  Stapelbehälter   ⇒  Zeitprogramm, Trennschichtsonde und Schieber 21

  12. Betriebsmeldung  ⇒  Schlammabgabe   ⇒  Westseite oder Ostseite

  13. Betriebsmeldung  ⇒  Schlammumwälzung  ⇒  von Unten nach Oben   ⇒  Überwachung durch Leckagesonde  ⇒  Pumpe 33, Schieber 16 + 2 + 8

  14. Alarmmeldung  ⇒  Leitungskanal  ⇒  Faulräume Untergeschoss  ⇒  Hohes Niveau

Unterverteilung Heizungswasserkreise Schlammbehandlung und VK-Heizung mit Heizungskessel 1 + 2

Im Zeitraum von der Inbetriebsetzung 1973 bis 1984 ist die Steuerung der Heizung an zwei Standorten. Es sind 2 Heizungswasser Verteilungen vorhanden die erste Heizungskreis-Verteilung befindet sich im 1. Untergeschoss Betriebsgebäude Schlammbehandlung. In diesem Betriebsgebäude befindet sich die Heizungsanlage bestehend aus 2 Heizungskesseln mit 2 Gasbrennern und 1 Oelbrenner. Der Kessel 1 ist mit 2 schwenkbaren Brennern bestückt. Der Kessel 2 ist mit 1 Oelbrenner ausgestattet.

Je nach Gasproduktion und Jahreszeit wird die Heizung mit 2 Gasbrennern oder 1 Gasbrennor sowie 1 Oelbrenner betrieben. Die Heizungsverteilung ist mit Steuerungen von 6 Heizungskreisen mit 2 elekrischen regelbaren Mischventilen und 4 Handmisch-Ventilen und 6 Umwälzpumpen ausgestattet.

Vorort orientiert und auch die Funktionsabläufe sind verbindungsorientiert aufgebaut. Jede Steuerschalterstellung löst einen vorbestimmten Funktionsablauf aus. Im Prinzip sind es mehr oder weniger komplexe logische Verknüpfungen, das heisst eine Verschachtelung von elektrischen Relaiskontakten und Hilfskontakten von Leistungsschützen.

Unterverteilung Heizungswasserkreise mechanische Reinigung und Wärme Produktion mit BHKW

Nachrüstungen in der Unterverteilung Heizung Schlammfaulung

In den Betriebsjahren 1985/86 wird der Heizungskessel 2 durch einen neuen Kessel mit einem 2 Stufen-Kombibrenner für den Betrieb mit Heizöl oder Klärgas nachgerüstet.

Ausserbetriebsetzung der Frischschlamm Hygienisierungsanlage 2003

Aufgrund dieser Tatsachen muss die Funktion Schlammaufheizung und Temperatur Regulierung steuerungsmässig angepasst werden. Im Schaltschrank VK-Heizung Schlammbehandlung wird die automatisierte Faulraum Beheizung mit einem Regelbetrieb der Umwälzpumpe Schlammwärmetauscher Faulraum nachgerüstet. Die Planung und Ausführung des elektrischen Anpassungen wird vom Betriebspersonal durchgeführt.

Der Schlammwärmetauscher wird mit 2 PT-100 Temperaturmessungen für Vorlauf- und Rücklauftemperatur Heizungswasser sowie 2 PT-100 Temperaturmessungen für Vorlauf- und Rücklauftemperatur Faulschlamm nachgerüstet. In der Schaltanlage werden die 4 Temperaturen Digitalanzeigen eingebaut für die Ansteuerung, Regulierung und Überwachung der Faulraumtemperatur.

Aussen- und Innen-Ansicht der VK-Heizung Schlammbehandlung 1985 - 2006

Schaltschrank UV-Heizung Schlammbehandlung

VK - Heizung Schlammbehandlung 1985 - 2006
links im Bild Steuerung + Bedienung Aussenansicht
rechts im Bild das Innenleben der Schaltanlage
am 15. Oktober 2003

Bildliche Darstellung der im Betriebsjahr 2006 entsorgten Schaltanlage: Jo Mächler, Lachen

Ausserbetriebsetzung der Frischschlamm Hygienisierungsanlage 2003

Durch eine Vernehmlassung des Bundesrates darf Klärschlamm in flüssiger Form, ab dem 1. Mai 2003 in der Landwirtschaft, nicht mehr verwertet werden. Im Juni 2003 durften wir aufgrund dieser Vernehmlassung die Schlammhygienisierung ausser Betrieb setzten.

Hygienisierung Abbruch Doppelmantelkammer Freier Platz nach Abbruch der Doppelmantelkammer

Hygienisierung Abbruch
Doppelmantelkammer
am 18.05.2005

Freier Platz nach Abbruch der
Doppelmantelkammer
am 18.05.2005

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Seite erstellt:  22.10.2018

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letztes Update:  10.11.2018

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