Überschussschlamm Eindickung 1973 - 2012

Überschussschlamm Eindickung

Sandfang- und Fettfang- Becken

Seilzug Schleppräumerbrücke

Nachklärbecken

Betriebsjahre 1973 - 1994

ÜSS-Abzug mit Sedimentation im Vorklärbecken

Der in den 4 Nachklärbecken abgesetzte Belebtschlamm bekommt die Bezeichnung Rücklaufschlamm. Damit die Biomassen Konzentration und das Schlammalter in den 4 Biologiebecken auf einem konstanten Wert bleibt, muss im Betriebslabor die Fracht (Menge) bestimmt werden. Um das Schlammalter und die Belebtschlamm Konzenration auf konstanten 15 Tagen und 3 Prozent Trockensubstanz zu halten, muss jeden Tag der 15. Teil der Belebtschlamm Fracht aus dem System entnommen werden. Dieser Anteil bekommt die Bezeichnung Überschussschlamm.

Die im Betriebslabor definierte Fracht wird als Überschuss Schlammmenge zur mechanischen Reinigungs Stufe, Sandfangbecken und Vorklärbecken zurückgeführt. Dieser Menge Überschussschlamm (Sekundärschlamm) setzt sich bei geeigneten Bedingungen zusammen mit dem Primärschlamm vom neu zugeführten Abwasser im Vorklärbecken ab.

Der abgesetzte Schlamm, Primärschlamm und Sekundärschlamm, bekommt die Bezeichnung Frischschlamm. Im Chargen Betrieb wird eine bestimmte Frischschlamm Menge, aus den 2 Absetztrichter des Vorklärbeckens, in den Frisch Schlammschacht abgezogen. Von dort wird das Schlamm Gemisch der Schlamm Behandlung dem Faulraum zugeführt.
Dieses Verfahren konnte in unserer Anlage von 1973 bis ins Betriebsjahr 1993 mit dem Absink Verfahren (Sedimentation) betrieben werden.

Ab dem Betriebsjahr 1993 stellt das Betriebspersonal fest dass sich der Überschussschlamm verändert hat. Der sich veränderte Überschussschlamm hat nun Eigenschaften sich im Vorklärbecken nicht mehr genügend abzusetzen. Dies führt zur Bildung von Bläh- und Schwimmschlamm.

Betriebsjahre 1994 - 2012

ÜSS-Abzug mit Eindickung und direkt zur Schlamm Behandlung

Die im Betriebsjahr 1993 festgestellten Unregel Mässigkeiten und Betriebs Störungen in diesem Verfahrens Ablauf veranlasste, das Betriebs Personal zum Handeln. Es musste nach einer Verfahrens-Anpassung gesucht werden.

Das Projekt Überschussschlamm Eindickung wird im Betriebsjahr 1994 begonnen und im Herbst fertig gestellt

Mit 2 Versuchs Anlagen werden zwei verschiedenen Verfahren vor Ort getestet und anschliessend ausgewertet. Es handelte sich um eine Seihtisch Anlage und eine Zentrifugen Anlage die jeweils 1 Woche, mit unserem Überschussschlamm, betrieben wird.

Die Auswertungen der beiden Versuche ergeben, unser Problem ist mit einer Zentrifuge für die Überschussschlamm Eindickung die bessere Lösung.

Der eingedickte Überschussschlamm wird in den Frischlamm Schacht abgeleitet. Dort wird er zusammen mit dem Primärschlamm aus der Vorklärung in Chargen mit einem Rührwerk gemischt und der Schlamm Behandlung zugeführt.

Zentrifuge mit Wirbelstrom Bremse

Die Hochleistungs Zentrifuge wird zur Eindickung des Überschussschlammes der biologischen Reinigungs Stufe verwendet. In der Zentrifuge wird mit dem Gesetz der Flieh Kraft der Absetz Vorgang mit Hilfe der Technik beschleunigt. Mit 2'400 Umdrehungen pro Minute erzeugt die Zentrifuge ein vielfaches der Erdanziehungskraft. Die Flieh Kraft bewirkt das ein kleiner Teil Wasser, vom geringfügig schwereren Feststoff Anteil ohne Hilfsmittel abgetrennt werden kann.

Im Innern der Trommel der Zentrifuge befindet sich die Austrags Schnecke. Der sich im innern der Trommel an der Aussen Wand angesammelte eingedickte Feststoff erhöht das Drehmoment der Austrags Schnecke. Die Austrag Schnecke hat die Aufgabe die aufgebaute Feststoff Schicht in den konusförmigen Teil der Zentrifuge zu transportieren. Die Schnecke rotiert in der Dekanter-Trommel 4 - 9 Umdrehungen langsamer. Daraus entsteht eine Vorwärts Bewegung in Richtung Austrags Zone Feststoff Anteil.

Die Schaltanlage Hochleistungs Zentrifuge Überschussschlamm Eindickung Betriebjahre 1994 - 2012

Schaltschrank UESS-Eindickung Aussenansicht Schaltschrank UESS-Eindickung Innenansicht

Vorort Schaltanlage Überschussschlamm Eindickung Aussen Ansicht
Feld 1 Bedienelemente und Blind Schaltbild und im Feld 3 Steuerung Zentrifuge
am 15.11.1994

Vorort Schaltanlage Überschussschlamm Eindickung Innen Ansicht
Feld 1 FU-Antriebs Motor, Feld 2 SPS-Steuerung und Feld 3 Regler Zentrifuge
am 15.11.1994

Gezeichnete Bilder der Schaltanlage Ausba Stand in den Betriebsjahren 1994 - 2011: Jo Mächler, Lachen

Der Drehzahl Unterschied und somit die Austrags Geschwindigkeit wird über das Drehmoment der Austrags Schnecke geregelt. Wenn sich also das Drehmoment erhöht wird mit einem Regelkreis die Differenz Drehzahl zur Austrags Schnecke ebenfalls erhöht. Das erhöhen der Differenz Drehzahl bewirkt, dass das Ausräumen des Fest Stoffes aus der Trommel beschleunigt wird.

Technisch geschieht dies zwischen der Trommel die durch den Elektro Motor angetrieben wird und der Austrags Schnecke in der Trommel die von der Wirbelstrom Bremse auf die Differenz Drehzahl geregelt wird.

Zwischen der angetriebenen Trommel und der eingebremsten Austrag Schnecke befindet sich das Planeten Getriebe, das die Regelung der Differenz Drehzahl Austrags Schnecke zur Trommel möglich macht.

Bei tiefen Feststoff Frachten von 0.25 - 0.9 % TS (Trockensubstanz) kann auf die Zuführung von Flockungs Hilfs Mittel verzichtet werden. Trotzdem wird eine ausreichende Abscheidung (Abscheidungs Grad 95 - 98%) erzielt. Vom Austrags Trichter wird der eingedickte Schlamm, zirka 5.5 - 9.0 % TR, mit der Exzenter-Schneckenpumpe zum Frischschlammschacht und von dort zusammen mit dem Primärschlamm zusammengemischt in den Faulraum gefördert.

Das vom Schlamm abgetrennte Wasser wird, durch den stetig neu zugeführten Überschussschlamm, über die Wehr Scheiben entlastet. Das abgetrennte Wasser das nur noch einen geringen Anteil Feststoffe enthält (0.1 % TS) wird Zentrat genannt. Das Zentrat wird als interner Rücklauf in die Biologie Becken zurückgeleitet.

Animation Alfa Laval Hochleistungs Zentrifuge

Dekanter Animation Dekanter Animation

Animation Alfa Laval Hochleistungs Zentrifuge
Eindickung ohne Flockungs Hilfsmittel

Animation Alfa Laval Hochleistungs Zentrifuge
zur Eindickung des Überschussschlammes ist
der Polymer Eintrag nicht nötig

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Seite erstellt:  10.04.2005

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