Faulschlamm Verwertung

Faulschlamm Verwertung 1973 - 1988 Faulschlamm Verwertung 1988 - 2003 Faulschlamm Entwässerung

Behandlung Klärschlamm ab 2003

In der ARA Untermarch endet die Behandlung des Klärschlammes nach drei oder vier Schritten. Nach den ersten zwei Schritten, der Faulung und der Stabilisierung in der Schlammbehandlung, weist unser Klärschlamm nach 20 Tagen einen Trockenrückstand von 2 bis 3%TR auf.

Bis ins Betriebsjahr 2001 nutzten wir, den dritten Schritt, die statische Eindickung im ersten Nacheindicker.

Im Betriebjahr 2001 erstellte der Zweckverband ARA Untermarch, zur effizienteren statische Eindickung (Abtrennung des Trübwassers), einen zweiten Nacheindicker (Stapelbehälter) mit einem Nutzinhalt von 500 Kubikmeter.

Nach der Befüllung des Nacheindicker 2 setzt sich unser Klärschlamm in 5 Tagen auf zirka 50% des Inhaltes ab.

Das abgetrennte Trübwasser wird als interner Rücklauf zum Zulauf der ARA abgeleitet. Dies hat zur Folge, dass sich das Volumen halbiert und der Trockenrückstand verdoppelt. Wir haben jetzt wohl nur noch das halbe Volumen die Fracht aber bleibt gleich gross.

Der vierte Schritt die Entwässerungsanlage muss jetzt immer noch die gleiche Fracht, aber nur noch die halbe hydraulische Menge entwässern.

Der Schlamm hat sich verändert

Ab dem Betriebsjahr 2006 der dritte Schritt, die statischen Eindickung des Klärschlammes, kann nicht mehr effizient genug genutzt werden. Unser Klärschlamm hat sich dem zufolge in seiner Zusammensetzung merklich verändert!

Die statische Eindickung dauert fortschreitend viel länger. Nach 10 Tagen Aufenthaltszeit im offenen Nacheindicker 2 setzt sich der ausgefaulte Klärschlamm nur noch zirka 10% ab. Dies nach der doppelten Aufenthaltszeit. Auch die Trennschicht des Schlammes zum Trübwasser ist mit zirka 10% in der doppelten Aufenthaltszeit, gegenüber 2001 mit 50%, fünf mal weniger. Wir stellen weiter fest dass der nun kältere Klärschlamm, vor allem in den Winter Monaten, in der Entwässerungsanlage schlechtere Abscheidungsgrade aufweist.

Neue Anforderungen der Klärschlamm-Verwertung 1985 - 2006

Der Gesetzgeber hat für die Verwertung des Klärschlammes in der Landwirtschaft die Hygienisierung des Klärschlammes vorgeschrieben. Zudem ist in den Wintermonaten bei kalten Böden das ausbringen von flüssigem Klärschlamm verboten. Einzig im Ackerbau darf hygienisierter, entwässerter Klärschlamm als Bodenverbesserer verwertet werden.

In unserer Entwässerungsanlage wird der stabilisierte Klärschlamm, mit einer Zentrifuge, weiter entwässert und weist am Ende einen Trockenrückstand von 23 bis 32% TR auf.

Klärschlamm als Düngemittel wird verboten!

Wie reagierte die ARA Untermarch

Ab Betriebsjahr 2003 wird unser Klärschlamm in der Landi Aachtal getrocknet und als Granulat der Zementindustrie zugeführt. Klärschlamm enthält zwar Pflanzennährstoffe wie Phosphor und Stickstoff. Kann aber auch eine ganze Palette von Schadstoffen und Krankheitserreger aus Industrie, Gewerbe und Privathaushalten beinhalten.

Die Landwirtschaft lehnt deshalb heute die Verwendung von Klärschlamm als Dünger weitgehend ab. Sie befürchtet irreversible Bodenschäden, Risiken für die Gesundheit und eine Beeinträchtigung der Qualität der Lebensmittel.

Deshalb verbietet der Bundesrat nun das Düngen mit Klärschlamm, ⇒ ⇒ auch wenn damit ein an sich sinnvoller Nährstoffkreislauf unterbrochen wird. Doch das Vorsorgeprinzip ⇒ ⇒ eine zentrale Säule des Gesundheit- und Umweltrechts ⇒ ⇒ verlangt: Einwirkungen auf die Umwelt, die schädlich oder lästig werden könnten, müssen frühzeitig begrenzt werden, selbst wenn der letzte wissenschaftliche Nachweis einer Schädlichkeit nicht erbracht werden kann.

Wegen des grossen Wasseranteils meist grösser 66 bis 77% muss bei der Verbrennung oder bei der Trocknung eine grosse Energiemenge zugeführt werden. Alle anorganischen Reststoffe werden im Zement eingebettet. Es entstehen keine Abfälle, die entsorgt werden müssen.

Klärschlamm muss gemäss Stoffverordnung verbrannt werden

Klärschlamm darf ab Sonntag, 1. Oktober 2006 nicht mehr als Dünger verwendet werden. Er muss künftig umweltverträglich entsorgt werden. Der Bundesrat hat die Stoffverordnung per Donnerstag, 1. Mai 2003 entsprechend geändert.

Der Klärschlamm enthält grosse Mengen an Pflanzennährstoffen wie Phosphor und Stickstoff. Er kann aber auch Schadstoffe und Krankheitserreger aus Industrie, Gewerbe und Privathaushalten enthalten. Deshalb ist die Verwendung als Düngemittel in landwirtschaftlichen Betrieben seit Sonntag, 1. Oktober 2006 in allen Kantonen verboten (BAFU, 2003). Seither verbrennen Kehricht- oder Schlamm-Verbrennungs- Anlagen (KVA oder SVA) sowie die Zementindustrie, den gesamten anfallenden Klärschlamm. Eine weitere Möglichkeit bieten Schlammtrocknungsanlagen.

Kennzahlen Faulschlamm "organischer Abbau" und "Verwertung" 2004 - 20??

Jahr

Frischschlamm
Fracht

Frischschlamm
organischer Anteil
GV=Glühverlust

Verwertung entwässert
Trocknungsanlage / SVA
ab 1. Januar 2003

Verwertung flüssig
auf Wiesen verboten
ab 1.Oktober 2006

Verwertung
Total

Klärschlamm
anorganischer Anteil
GR=Glührückstand

Abbauleistung
Organik

2004

726 tTR

75.3 %GV

384 tTR

0.0 tTR

384 tTR

50.4 %GR

354 t org. TR

2007

750 tTR

73.9 %GV

374 tTR

0.0 tTR

374 tTR

48.9 %GR

317 t org. TR

2010

838 tTR

73.4 tTR

494 tTR

0.0 tTR

494 tTR

47.7 %GR

345 t org. TR

2013

778 tTR

73.5 %GV

441 tTR

0.0 tTR

441 tTR

46.7 %GR

326 t org. TR

2016

783 tTR

76.9 %GV

405 tTR

0.0 tTR

405 tTR

43.8 %GR

351 t org. TR

Mittelwert
1991 - 2016

748 tTR

72.8 %GV

313 tTR

186 tTR

406 tTR

50.0 %GR

321 t org. TR

Klärschlamm Entwässerung befüllte Transportmulde ZAB Schlammverbrennung

Entwässerter Klärschlamm in Transportmulde
abholbereit für die ZAB Schlammverbrennung
am 27.11.2011

ZAB Schlammverbrennung
Quelle: Internetseite ZAB
am 09.03.2017

Die externe Verwertung des entwässerten Klärschlamm

Für die Organisation der externen Verwertung des entwässerten Klärschlammes ist die Firma AVB AG Verwertung von Biomasse   CH-8280 Kreuzlingen unser kompetenter Partner. Der Klärschlamm muss in unserem Interesse für diese Verwertung so weit als möglich entwässert sein.

Die weitere Verwertung wird in der externen Schlammverbrennungsanlage ZAB   CH-9602 Bazenheid erledigt.

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Seite erstellt:  15.02.2017

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letztes Update:  05.08.2018

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