Faulschlamm Verwertung 1988 - 2003

Faulschlamm Verwertung ab 2003

Faulschlamm Verwertung 1973 - 1988

Faulschlamm Entwässerung

Verwertung Klärschlamm

In der ARA Untermarch endet die Behandlung des Klärschlammes nach zwei Stufen. Nach der Faulung und der Stabilisierung in unserer Schlamm Behandlung erreicht der ausgefaulte Klärschlamm nach 20 - 25 Tagen einen Trocken Rückstand von 2 bis 4%TR.

Ab dem Betriebsjahr 1988 konnte nicht mehr die ganze Klärschlamm Menge flüssig, von den Landwirtschaft in der Region Untermarch, als Dünger auf den Wiesen verwertet werden.

Neue Anforderungen der Klärschlamm Verwertung

Bau und Betrieb der Frischschlamm Hygienisierungs Anlage 1985 - 2003

Für die Erfüllung der Gewässerschutz Verordnung musste die ARA Untermarch geeignete Massnahmen treffen: Die Frischschlamm Hygienisierungs Anlage wurde 1985 gebaut und in Betrieb gesetzt. Jetzt waren wir soweit ausgerüstet dass der hygienisierte Klärschlamm, vom Frühjahr bis Ende Herbst in flüssiger Form, zur Verwertung in der Landwirtschaft zugelassen war. Durch eine weitere Vernehmlassung des Bundesrates wurde die Verwertung von Klärschlamm in flüssiger Form, ab dem 1. Mai 2003 in der Landwirtschaft, verboten. Im Juni 2003 konnten wir aufgrund dieser Vernehmlassung die Schlamm Hygienisierung nach 18 Betriebs Jahren ausser Betrieb setzten.

Um den Klärschlamm auch in der kalten Jahreszeit verwertet werden konnte musste der flüssige Klärschlamm entwässert werden.

Faulschlamm Entwässerung Betriebsjahre 1987 - 1997

Die Siebband Presse, der Firma Von Roll AG Bern, wird zur Entwässerung des anfallenden Klärschlammes in den Wintermonaten ab dem Betriebsjahr 1987 eingesetzt. In der Siebband Presse wird mit mechanischem Pressen der Wassergehalt des Faulschlammes mit Hilfe der Technik beschleunigt.

Dem Klärschlamm Zulauf wird Flockungshilfs Mittel (Katjonisches Polymere) zudosiert um eine ausreichende Abscheidung (ABS 95 - 98%) zu erzielen. Vom Auswurf Behälter wird der entwässerte Schlamm mit einer Trogförder Schnecke zu den 4 Transport Mulden gefördert.

Effiziente Faulschlamm Entwässerung ab Betriebsjahr 1997

In unserer umgebauten Faulschlamm Entwässerung wird flüssige Klärschlamm in der Zentrifuge weiter entwässert und weist einen Trocken Rückstand von bis 32%TR auf.

Ab dem Betriebsjahr 2001, Baujahr des Nacheindicker 2 (Stapelbehälter 500m3), kann unser Faulschlamm im neuen Stapel Volumen voreingedickt werden. Im zusätzlichen Stapel Behälter kann der Faulschlamm ruhiggestellt werden und ohne Zugabe von Flockungshilfs Mittel weiter auf 6 bis 8 %TR statisch eingedickt werden.

Für die Organisation der externen Verwertung des entwässerten Klärschlammes finden wir in der Firma AVB AG Verwertung von Biomasse CH-8280 Kreuzlingen einen kompetenten Partner. Der Klärschlamm muss für diese Verwertung so weit als möglich entwässert sein.

In den Folgejahren wurde unser entwässerte Klärschlamm, während einiger Jahre, im Ackerbau als Boden Verbesserer verwertet.

Kennzahlen zu Faulschlamm organischr Abbau und Verwertung 1991 - 2003

Betriebsjahr

Frischschlamm
Fracht

Frischschlamm
organischer Anteil
GV=Glühverlust

Verwertung entwässert
Dünger in Ackerbau

Verwertung flüssig und
Hygienisiert auf Wiesen

Verwertung
Total

Klärschlamm
anorganischer Anteil
GR=Glührückstand

Abbauleistung
Organik


1991


749 tTR


67.9 %GV


107 tTR


347 tTR


454 tTR


55.4 %GR


290 t org. TR


1994


699 tTR


68.7 %GV


204 tTR


257 tTR


461 tTR


51.7 %GR


260 t org. TR


1997


793 tTR


73.8 %GV


227 tTR


217 tTR


444 tTR


49.5 %GR


368 t org. TR


1999


685 tTR


70.7 %GV


191 tTR


123 tTR


314 tTR


54.9 %GR


295 t org. TR


2002


769 tTR


72.7 %GV


252 tTR


79 tTR


331 tTR


51.6 %GR


351 t org. TR


2003


824 tTR


73.2 %GV


365 tTR


26 tTR


393 tTR


49.9 %GR


370 t org. TR

Klärschlamm Verwertung Landwirtschaft entwässert

Klärschlamm Verwertung
Landwirtschaft entwässert
am 18.05.1993

Klärschlamm als Düngemittel wird verboten!

Bern, Mittwoch, 26.03.2003 - Klärschlamm darf nicht mehr als Dünger verwendet werden; er muss künftig umweltverträglich verbrannt werden. Der Bundesrat hat die Stoff Verordnung per Donnerstag, 1. Mai 2003 entsprechend geändert. Das Verbot wird stufenweise eingeführt:

Im Futter- und Gemüsebau darf Klärschlamm schon ab Mai 2003 nicht mehr verwendet werden. Für die übrigen düngbaren Flächen gilt eine Übergangs Frist bis spätestens 2006. Diese ist im Einzelfall von den Kantonen verlängerbar bis 2008. Mit seinem Entscheid setzt der Bundesrat das Vorsorge Prinzip beim Boden- und Gesundheits Schutz um.

Klärschlamm enthält zwar Pflanzen Nährstoffe wie Phosphor und Stickstoff, aber auch eine ganze Palette von Schadstoffen und Krankheits Erreger aus Industrie, Gewerbe und Privat Haushalten. Die Landwirtschaft lehnt deshalb heute die Verwendung von Klärschlamm als Dünger weitgehend ab. Sie befürchtet irreversible Boden Schäden, Risiken für die Gesundheit und eine Beeinträchtigung der Qualität der Lebensmittel.

Deshalb verbietet der Bundesrat nun das Düngen mit Klärschlamm auch wenn damit ein an sich sinnvoller Nährstoff Kreislauf unterbrochen wird. Doch das Vorsorge Prinzip eine zentrale Säule des Gesundheit- und Umwelt Rechts verlangt:
Einwirkungen auf die Umwelt, die schädlich oder lästig werden könnten, müssen frühzeitig begrenzt werden, selbst wenn der letzte wissenschaftliche Nachweis einer Schädlichkeit nicht erbracht werden kann.

Ab Betriebsjahr 2003 wird unser Klärschlamm in der Landi Aachtal getrocknet und als Granulat der Zement Industrie zugeführt.

Wegen des grossen Wasser Anteils meist grösser 70% bis 75% muss bei der Verbrennung oder bei der vorgängigen Trocknung zusätzlich eine grosse Energie Mengen aufgewendet werden. Alle anorganischen Reststoffe werden im Zement eingebettet. Es entstehen keine Abfälle, die entsorgt werden müssen.

Klärschlamm muss gemäss Stoff Verordnung verbrannt werden!

Klärschlamm darf ab Sonntag, 1. Oktober 2006 nicht mehr als Dünger verwendet werden. Er muss künftig umweltverträglich entsorgt werden. Der Bundesrat hat die Stoff Verordnung per Donnerstag, 1. Mai 2003 entsprechend geändert.

Seither verbrennen Kehricht- und Schlamm- Verbrennungsanlagen (KVA resp. SVA) sowie die Zement Industrie, den gesamten anfallenden Klärschlamm. Eine weitere Möglichkeit bieten Schlammtrocknungs Anlagen.

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Seite erstellt:  15.02.2017

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