Sanierung Regenüberlaufbecken Spreitenbach 2009 - 2011


Zeitlicher Ablauf der Sanierung Allgemeine Informationen zu Regenüberlaufbecken (RB)
Das RB-Spreitenbach 2011 nach der Sanierung Das RB-Spreitenbach 1991 bis zur Sanierung  2011
Allgemeines:

Feststellungen:

Das Regenüberlaufbecken RB-Spreitenbach soll saniert werden. Insbesondere ist geplant die elektrische Steuerung zu erneuern. Das Gebäude, Baujahr 1969, ist Aussen wie Innen in einem schlechten Zustand und eine Sanierung ist dringend nötig. Explosionsgefährdete Zonen wurden bisher nicht festgelegt. Eine Fachperson von der SUVA wurde beigezogen um die ATEX-Zonen festzulegen. Die Vorort Begehung fand am Mittwoch, 07.10.2009 statt. Anwesend waren Reto Künzli (Elektroplanung EKAG) Frau Carmen Spycher (SUVA) und Jo Mächler (Betriebsleiter ARA Untermarch).

Massnahmen:

Die Räumlichkeiten im Untergeschoss, welche das Regenüberlaufbecken, den Pumpensumpf, den Durchlaufkanal und die Überlaufkanäle umfassen, werden von der SUVA (Beispiel 6.4 SUVA Publikation 2153) bis zur Decke in die ATEX Zone 2 eingeteilt. Das Erdgeschoss inklusive Grob-Rechenanlage wird gemäss (Beispiel 6.4 SUVA Publikation 2153) in keine ATEX-Zone eingeteilt. Da das Erdgeschoss gegenüber dem Untergeschoss nicht dicht abgetrennt ist muss das Bauwerk künstlich oder natürlich (Beispiel 6.4 SUVA Publikation 2153) belüftet werden. Dies geht aus dem SUVA Bericht von Frau Carmen Spycher vom Freitag, 09.10.2009 hervor.
Das Untergeschoss und der Betriebraum-Grobrechen im Erdgeschoss wird explosionsgeschützt gemäss ATEX Zone 2 umgebaut.

Gebäude, Fenster, Türen und Flachdach:

Feststellungen:

Das Gebäude insgesamt ist in einem schlechten Zustand.

Massnahmen:

Der Treppenabgang vom Erdgeschoss ins Untergeschoss wird durch eine selbst schliessende Türe abgetrennt, damit nicht das ganze Erdgeschoss zur ATEX Zone 2 wird. Das Erdgeschoss wird durch eine Raumtrennung in 2 Betriebsräume unterteilt. Beide Räume sind separat und nur von aussen zugänglich.

Betriebsraum-Schaltanlage ist der 1. Raum im Erdgeschoss und beinhaltet die elektrische Schaltanlage mit der DSL Anbindung zum Prozessleitsystem der ARA Untermarch. Damit dieser Betriebsraum in die ATEX freie Zone eingeteilt werden kann, werden die zwei bestehenden Gitterrostöffnungen zur Seitenkammer Süd mit Metallabdeckungen gasdicht verschlossen. Im Schaltanlagenraum wird eine Lufttrocknungsanlage vorgesehen sowie eine Raumbeheizung eingebaut. Aus diesen Gründen wird das Gebäude Aussen isoliert. In diesem Zusammenhang werden sowohl die Türen und Fenster neu angeordnet und erneuert. Eine durchgehende Verglasung ist nicht nötig. Die beiden Frequenzumrichter für die zwei Beschickungspumpen, werden im Betriebsraum-Schaltanlage an der neuen Wand auf der Schaltanlagenseite aufgebaut. Die Kabelführung zur Schaltanlage und zu den Beschickungspumpen werden im ATEX freien Erdgeschoss verlegt. Die Kabelführung der Messtechnik im Untergeschoss muss nach den Richtlinien ATEX-Zone 2 installiert werden.

Betriebsraum-Grobrechen ist der 2. Raum im Erdgeschoss. In diesem Raum befinden sich der bestehende Grobrechen sowie der Zugang zu den 2 Beschickungspumpen und die Zugangsöffnungen zur Seitenkammer Nord. Der Raum mit dem Grobrechen wird, wegen den Verbindungen zum Untergeschoss, mit einer natürlichen Lüftung versehen. Das ganze Untergeschoss ist in die ATEX-Zone 2 eingeteilt. Dieser Raum Teil im Erdgeschoss wird durch diese Lüftungs-Massnahme in keine ATEX Zone eingeteilt. Die Wand für die Raumunterteilung wird gasdicht ausgeführt. Diese Raumunterteilung muss Aussparungen aufweisen die für die ATEX Zone 2 Kabeldurchführungen geeignet sind. Die elektrischen Komponenten des bestehenden Grobrechens werden ATEX Zone 2 konform umgerüstet. Das Hydraulikaggregat für den Betrieb Grobrechen wird in den Betriebsraum-Schaltanlage, direkt neben den Frequenzumrichtern und somit im ATEX freien Betriebsraum-Schaltanlage, verlegt.

Regenüberlaufbecken Spreitenbach Betriebsgebäude Aussenansicht vor der Sanierung Regenüberlaufbecken Spreitenbach die veraltete Messtechnik vor der Sanierung

Regenüberlaufbecken Spreitenbach Aussenansicht
Betriebsgebäude vor der Sanierung
am 29.01.2010

Regenüberlaufbecken Spreitenbach
die veraltete Messtechnik vor der Sanierung
am 02.04.2011

Abflussregulierschieber:

Feststellungen:

Der bestehende Abfluss Regulierschieber von Nill, mit einem Auftriebskörper betriebenen, soll ersetzt werden.

Massnahmen:

Der bestehender mechanische Regulierschieber wird ersetzt durch einen elektrisch regelbaren Plattenschieber.

Damit für die Montage des Motorregulier-Schiebers und bei späteren Revisionsarbeiten ohne Abwasserzufluss gearbeitet werden kann, wird im Zulaufkanal ein Absperrschieber eingebaut. Vor diesem Absperrschieber wird in die Überfallkante, für die Abwasser Entlastung zum Regenwasserklärbecken, ein Bypass-Abflussschieber zum Beschickungspumpwerk eingebaut.

RB Spreitenbach Zulaufseite vor der Sanierung RB Spreitenbach Ablaufseite vor der Sanierung

Zulaufkanal ins Innere des Regenwasser-
Klärbecken vor der Sanierung
am 19.08.2005

Ablaufschieber zur ARA und Hochwasser-
Entlastungskante vor der Sanierung
am 19.08.2005

Erstellung eines Vorschachtes auf der Nordseite aussen am Betriebsgebäude. In diesem Vorschacht wird der Elektromotor betriebene, explosionsgeschützte Abfluss-Regulierschieber untergebracht.

Der von Hagenbucher AG angebotene Auma-Norm Plattenschieber wird an der neu erstellten Durchführung aus Beton anbaut. Die Montageplatte des bestehenden mechanischen Schiebers wird nach der Montage des neuen Plattenschiebers demontiert. Der Elektroantriebsmotor im Vorschacht wird Überflutungssicher eingebaut.

Abwasser Einstau Niveau Max. 407.70 m ü. Meer.       Vorschachtdecke Unterkante 409.70 m ü. Meer.

Im Vorschacht wird für die Handbedienung des Auma-Norm Regulierschiebers ein Podest eingebaut auf der Kote von 407.70 m ü. Meer. Auf der Kanalfernsehaufnahme im Bild unten rechts sieht man die Öffnung des bestehenden Abfluss Regulierschiebers. An dieser Stelle wird mit einer Beton-Schalung eine Durchfführung von 60 x 60cm erstellt. Damit wird eine Befestigungsmöglichkeit für den von Hagenbucher AG angebotene Plattenschieber erreicht.

Regenüberlaufbecken Spreitenbach Einstauschieber vor der Sanierung Regenüberlaufbecken Spreitenbach Ablaufkanal Richtung ARA vor der Sanierung

Einstauschieber vor der Sanierung
am 07.04.2010

Ablaufkanal Richtung ARA vor der Sanierung
am 01.07.2010

Auma-Norm Motorregulierschieber ATEX 2:
Motorschieber mit elektrischen Regulierfunktionen, Sollwertansteuerung, Istwert- und Endlagen- Rückmeldungen. Der Sollwert wird anhand dem Sollwertverhältnis, gleitender Sollwert Zulauf, zur Schieberöffnung oder dem Sollwert Zulauf Lachen vom Prozesleitsystem der ARA Untermarch gesteuert. Damit Ablagerungen im Zulaufkanal verhindert werden können, wird der Ablaufschieber ein Trainingsprogramm erhalten. Dieses Schiebertraining darf nur, 1 mal pro Tag oder Woche, bei bestimmten Bedingungen erfolgen.

Bedingung 1: Niveau im Zulaufkanal. (Beispiel: Zulaufkanal-Niveau kleiner 50cm)

Bedingung 2: Wochentag und die Tageszeit. (Beispiel: Werktags 07:15Uhr bis 15:00Uhr)

Das bedeutet der Ablaufschieber wird, wenn die Bedingungen erfüllt sind, für eine definierte Einsauhöhe (Beispiel: 90cm) ganz geschlossen und danach in die definierte Trockenwetterstellung gefahren. Die Minimal- sowie die Maximal-Öffnung ist von 0% bis 100% einstellbar.

Rechenanlage:

Feststellungen:

Die bestehende Grobrechenanlage führt vom Untergeschoss zum Erdgeschoss. Das ist nicht ATEX-Zone 2 konform. Die Rückführung des anfallenden Rechengutes zurück in den Ablaufkanal ist schlecht gelöst. Gemäss den Betriebsdatenaufzeichnung war das RWKB-Spreitenbach im Jahr 2009: 85 mal befüllt. Nach jedem Regenereignis musste das angefallene Rechengut in Handarbeit um zirka 5 m zum Ablaufrohr geschoben und mit Zugabe von Wasser ins Ablaufrohr zurück zum Zulaufkanal befördert werden.

Massnahmen:

Für den gefahrlosen Betrieb der bestehenden Grobrechenanlage wird der bestehende Betriebsraum in 2 Betriebsräume unterteilt. Der Betriebsraum-Grobrechen wird mit einer ATEX-Zone 2 konformen natürlichen Lüftung versehen. Die elektrischen Komponenten, 2 Endschalter und die Handbedienstelle mit NOT-AUS Pilztaste des bestehenden Grobrechens, werden gemäss ATEX Zone 2 ausgeführt. Das Hydraulikaggregat wird in den ATEX freien Betriebsraum-Schaltanlagen verschoben. Die Entsorgung des anfallenden Rechengutes wird besser gelöst durch den Einbau einer rostfreien Rutsche zurück zum Sammelkanal. Installation einer automatisierten Wasserspülung für den Transport des Rechengutes zurück zum Sammelkanal in Richtung ARA.

Regenüberlaufbecken Spreitenbach Grobrechen vor der Sanierung Regenüberlaufbecken Spreitenbach Hydraulikaggregat vor der Sanierung

Grobrechen vor der Sanierung
am 19.08.2005

Hydraulikaggregat vor der Sanierung
am 07.04.2010

Beschickungspumpen:

Feststellungen:

Die bestehenden Beschickungspumpen sind nicht ATEX-Zone 2 konform. Die zwei bestehenden Beschickungspumpen sind nicht regelbar. Für den regelbaren Betrieb sind Frequenzumrichter nötig. Der Pumpensumpf ist gegenüber dem Betriebsraum im Erdgeschoss nicht getrennt.

Massnahmen:

Für die Beschickung des Regenüberlaufbecken werden zwei neue (ATEX-Zone 2 konforme) regelbare Tauchmotor Propellerpumpen installiert. Die Gitterroste über der Seitenkammer Nord werden durch Blechabdeckungen ersetzt abgedichtet und dadurch von der ATEX Zone 2 im Untergeschoss abgetrennt.

Die Pumpendrehzahl wird so ausgelegt, dass die hydraulische Leistung 400 - 540 l/s erreicht werden kann. Für den Betrieb mit Frequenzumrichter sind abgeschirmte Pumpenkabel nötig. Die Kabellängen der Pumpen werden so gewählt, dass die Kabel direkt zu den Vorort installierten Frequenzumrichtern in der ATEX-freien Zone geführt werden können.

Die Vorort Sicherheitsschalter und Steuerschalter werden direkt in der sehr nahen Schaltanlage eingebaut. Die Vorort Schnittstelle wird direkt unterhalb der 2 Frequenzumrichter als Klemmenleiste aufgebaut. Diese Vorort Komponenten werden mit einem Kabelkanal erschlossen. Für die Montage dieser Gehäuse wird die Raumtrennungswand benutzt.

Regenüberlaufbecken Spreitenbach Betrieb der Beschickungspumpen vor der Sanierung Regenüberlaufbecken Spreitenbach Beschickungspumpe Süd vor der Sanierung

Betrieb der Beschickungspumpen
vor der Sanierung
am 19.08.2005

Beschickungspumpe Süd vor der Sanierung
am 07.04.2010

Entleerungspumpen:

Feststellungen:

Die 4 Entleerungspumpen sind nicht ATEX-Zone 2 konform. Die Entleerungspumpe der Seitenkammer Süd ist im Bereich des neuen Standortes der neuen Schaltanlage. Dieser Pumpenstandort muss geändert werden. Es sind keine erforderlichen Sicherheitsschalter Vorort vorhanden. Ein sicheres hochheben der Pumpen aus dem Pumpensumpf ist nicht gewährleistet.

Massnahmen:

Die zwei Entleerungspumpen der zwei Seitenkammern Nord + Süd werden in den Aussenbereich unter die bestehende Kranschiene verschoben. Dadurch ist der Raumabtrennung Betriebsraum-Schaltanlage und Betriebsraum-Grobrechenraum nichts mehr im Wege. Zudem sind alle Entleerungspumpen Regenklärbecken Nord + Süd und Seitenkammern Nord + Süd direkt unter der Kranschiene im Aussenbereich angeordnet. Diese Kranschiene und der Standort der Entleerungspumpen werden mit einem Vordach bei der Aussensanierung ergänzt. Damit die 4 Entleerungspumpen sowie die Beckenreinigungspumpe sicher aus den Pumpentrichter hochgehoben werden können, wird ein Bediensteg über das Regenüberlaufbecken gebaut.

Die Niveaumessungen für die Beckenentleerung werden ebenfalls im Aussenbereich installiert und in der Ausführung als Drucksonden in einem Führungsrohr erstellt. Im Innenbereich werden die Gitterroste über den Seitenkammern Nord + Süd durch Stahlplatten dicht verschlossen. Da eine zusätzliche Servicetüre zur Schaltanlage erstellt wird dürfen die Sicherheitsschalter direkt im nahen Schaltschrank platziert werden. Für die 4 Pumpenkabel-Schnittstellen und 2 Niveaumessungs-Schnittstellen wird 1 Zentraler Vorort-Klemmenkasten vorgesehen.

Regenüberlaufbecken Spreitenbach Entleerungspumpenstandort vor der Sanierung Regenüberlaufbecken Spreitenbach Entleerungspumpen neuer Standort nach der Sanierung

Entleerungspumpen Standort vor der Sanierung
am 21.01.2010

Entleerungspumpen neuer Standort nach der Sanierung
am 07.04.2010

Auslaufbereich und Regenüberlaufbecken Aussenbereich::

Feststellungen:

Die Umzäunung ist mangelhaft. Die Zugänglichkeit auf der Südseite ist nicht möglich. Die Abdeckungsbleche des Regenüberlaufbecken sind eher ein Provisorium und nicht gut zugänglich und dadurch schlecht bedienbar.

Massnahmen:

Die Umzäunung wird durch eine den Vorschriften entsprechende Umzäunung ersetzt. Die Südliche Seite zwischen Seitenkammer und der Umzäunung wird wie die Nordseite befahrbar gemacht das heisst aufgeschüttet auf das Niveau Betondecke Seitenkammer. Zur Aastrasse hin ermöglicht ein neues Gittertor den Zugang.

Die östliche Beckenseite wird ebenso wie die südliche aufgeschüttet und somit gut begehbar gemacht. Um unnötige Geländer zu vermeiden (SUVA) und um die Lärm- und Gestanks- Emissionen zu verringern werden die Auslaufrinne am östlichen Ende des Regenüberlaufbecken mit Lärmschutzdeckeln dicht verschlossen. Im linken Bild die heutige Situation. Im rechten Bild Lärmschutzdeckel analog der Auslaufrinnen ARA Untermarch.

RWKB Spreitenbach Entlastungskanal vor der Sanierung Lärmschutzdeckel analog der Auslaufrinnen ARA Untermarch

Entlastungskanal vor der Sanierung
am 07.04.2010

Lärmschutzdeckel analog der Auslaufrinnen ARA Untermarch
am 06.04.2010

Hochwassersicherheit und GEP-Teilprojekt:

Feststellungen:

Im Auftrag der Gemeinde Lachen nimmt Hr. Hansjörg Lutz betreffend Förderkapazität der Beckenbeschickungspumpen und zu Sanierungsmassnahmen beim Regenbecken Spreitenbach in Übereinstimmung mit dem GEP Lachen wie folgt Stellung:

Aus dem GEP-Teilprojekt Hydraulische Berechnungen vom 1. Februar 2005 folgende Zahlenwerte:

 Zulauf zum RB Qtotal

 bei einem 5-jährlichen Regenereignis

3'478 l/s

 Weiterleitung zur ARA effektiv

 gemäss Regenentlastungskonzept vom 10.5.2004

140 bis 170 l/s

 Entlastung via Regenüberfallbecken

 mechanisch gereinigt

1'000 bis 1'080 l/s

 Entlastung via Regenwasserentlastung

 ohne Reinigung

2'338 bis 2'228 l/s

Das erforderliche Speichervolumen wird zusammen mit dem nutzbaren Speichervolumen im Zulaufkanal bei weitem übertroffen, stellt also kein Problem dar. Die heute eingesetzten Beckenbeschickungspumpen weisen nach unseren Unterlagen eine Förderleistung von ca. 1'000 l/s auf. Die sich damit ergebenden Beckenbelastungswerte betragen:
Oberflächenbelastung (> 30 m/h bei 30 l/s.ha) 35 m/h
Durchströmgeschwindigkeit (soll: > 0.10 m/s bei 60 l/s.ha) 0.08 m/s
Die Klärbedingungen werden zwar nicht ganz eingehalten, aber sind meines Erachtens noch tolerierbar. Die Kapazität der Beckenbeschickungspumpen kann somit beibehalten werden. Folgendes hydraulisches Problem besteht aber bei der Regenentlastung Spreitenbach bei einer Hochwassersituation im Vorfluter Spreitenbach und in der Ortskanalisation:
aus GEP Lachen (Höhenangaben Regenentlastung und Spreitenbach evt. nicht genau übereinstimmend):
Die Angaben für den Spreitenbach stammen aus der Studie "Abflussverhältnisse am Spreitenbach/Chli Aa" vom Juni 1996.

Vorgeschaltete Hochwasser Entlastung Regenüberlaufbecken Spreitenbach

 Überfallkantenhöhe am Ausgang des RB

408.70 m.ü.M.

 Entlastungsüberlauf am Ausgang des RB bei 1'000 l/s

 1)  200 l/s zur ARA und 1'000 l/s zum RB

ca.

0.22 m

 Überfallkantenhöhe Zulaufkanal Regenwasser Entlastung

407.46 m.ü.M.

 Entlastungsüberlauf Regenwasser Entlastung bei 2'500 l/s

 1)  200 l/s zur ARA und 1'000 l/s zum RB

ca.

0.30 m

 Druckhöhenverlust Entlastungskanal

bei rund 3'500 l/s Druckabfluss

ca.

0.50 m

 Sohlenkote beim Einlauf Entlastungskanal

406.54 m.ü.M.

 Abflusskote Spreitenbach bei

10 m3/s

407.00 m.ü.M.

 Regenwasserkote Spreitenbach

35 m3/s

5-jähriges HW

408.20 m.ü.M.

 Hochwasserkote Spreitenbach

50 m3/s

25-jähriges HW

408.40 m.ü.M.

 Regenwasserkote Spreitenbach

78 m3/s

100-jähriges HW

408.65 m.ü.M.

Die Zahlenwerte in obiger Tabelle zeigen deutlich auf, dass bei hohem Abflussspiegel im Spreitenbach ein Rückfluss vom Vorfluter via Hochwasserentlastung in die Ortskanalisation stattfinden kann und die Ortskanalisation im Einzugsgebiet Aastrasse demnach stark rückstaugefährdet ist. Auch die aktuellen hydrologischen Berechnungen zur Gefahrenkarte ergeben gemäss zuständigem Mitarbeiter beim Bezirk March für die Hochwasserabflüsse im Spreitenbach etwa das gleich grosse Gefährdungspotenzial. Eine Lösung zur Verbesserung der Hochwassersicherheit in der Ortskanalisation im Bereich der Aastrasse ist deshalb dringend bei der Regenentlastung Spreitenbach zu suchen! Die Überläufe vom Regenbecken (bis 1'000 l/s, Überfallhöhe 408.70 m.ü.M.) und von der Hochwasserentlastung (bis 2'250 l/s für das 5-jährliche Regenereignis, 407.46 m.ü.M.) werden vereint und in einem geschlossenen Entlastungskanal (b/h = 1.5/1.2 m) unterhalb der Schwelle in den Spreitenbach geleitet. Die Abflusskapazität im Entlastungskanal von den Regenentlastungen zum Spreitenbach dürfte bei Normalabfluss ausreichend sein. Bei eingestautem Entlastungskanal tritt aber bereits beim 5-jährlichen Regenereignis ein relativ grosser Druckverlust auf. Wenn also gleichzeitig der Abflussspiegel im Spreitenbach hoch liegt und der Regenabfluss in der Ortskanalisation gross ist, staut sich der Abfluss noch zusätzlich zu den hohen Abflussspiegeln im Spreitenbach in die Ortskanalisation zurück und erhöht die Drucklinie im Entlastungsbauwerk und in der Zulaufkanalisation in der Aastrasse sowie deren Zuflüssen!

Massnahmen mit einem kostenintensiven Regenwasserpumpwerk:

Als Lösung drängt sich eine Entlastung mit Regenwasserpumpen auf, da Massnahmen am Vorfluter Spreitenbach und am Entlastungskanal nicht die notwendige Sicherheit ergeben können. Dabei müsste der Überlauf von der Kanalisation in den Entlastungskanal zum Spreitenbach (Regenwasserentlastung) verschlossen werden können und die Pumpenentlastung aus der Regenentlastung direkt in den Spreitenbach erfolgen. Allerdings wird diese Entlastung nur in äusserst seltenen Hochwassersituationen und nur während relativ kurzer Zeit in Betrieb stehen müssen und zudem muss der Betrieb dieser Entlastung durch Notstromaggregate gesichert werden können. Die Rückstauproblematik wird sich zukünftig noch mehr akzentuieren, weil die Verdichtung im Siedlungsgebiet von Lachen weiter fortschreiten wird und die Versickerungs- und Retentionsmassnahmen kaum mit der zunehmenden Versiegelung werden Schritt halten können.

Verbesserungsmassnahmen zur Regenwassersicherheit bei der Regenentlastung Spreitenbach müssen im Detail studiert und mit dem GEP Lachen abgestimmt werden. Es erscheint uns notwendig, dass zusammen mit dem Ersatz der Beckenbeschickungspumpen auch die Regenwasserschutzmassnahmen in das Sanierungsprojekt mit einbezogen werden.

Massnahmen bei der Sanierung 2011:

Einbau einer Rückfluss-Absperrklappe mit Anschlagrahmen zum Regenüberlaufbecken. Sollte der Spreitenbach ein höheres Niveau aufweisen als die Hochwasser-Entlastungskante des Mischabwasserkanals im Innern des RÜB-Spreitenbach wird die Rückfluss-Absperrklappe vom Betriebspersonal mittels Seilwinde freigegeben. Der höhere Wasserpegel im Spreitenbach drückt die Rückfluss-Absperrklappe dicht zu und verhindert, dass Wasser vom Hochwasserführenden Spreitenbach in die Kanalisation gelangen kann. Wenn die Mischwasser-Kanalisationsleitung im RB über die Regenwasser Entlastung zum Spreitenbach entlastet, wird die Rückfluss-Absperrklappe in Richtung Spreitenbach aufgedrückt, sofern dieser ein kleineres Niveau aufweist.

Weil die Rückfluss-Absperrklappe im Normalfall offen sein muss, kann diese mit dem Seilzug offengehalten werden. Im Havarie-Fall oder bei Bedarf wird die Rückfluss-Absperrklappe mit der Seilwinde im Erdgeschoss in die Havarie-Funktionsposition gefahren.

Zeitlicher Ablauf der Sanierung Allgemeine Informationen zu Regenüberlaufbecken
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Seite erstellt:  20.10.2009

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letztes Update:  13.05.2018

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