Regenüberlaufbecken (RB) Spreitenbach Lachen 1991 - 2011


Betrieb Regenüberlaufbecken Spreitenbach nach der Sanierung 2011 Sanierung Regenüberlaufbecken Spreitenbach 2009 - 2011

Standort Aussenbauwerk

Standort Regenüberlaufbecken Spreitenbach Lachen Aussenansicht Regenüberlaufbecken Spreitenbach Lachen

Standort Regenüberlaufbecken
Spreitenbach Lachen
03.07.2011

Aussenansicht Regenüberlaufbecken
Spreitenbach Lachen
am 19.08.2005

Geschichte zum Bauwerk Spreitenbach

Das Betriebsgebäude befindet sich an der Aastrasse 16 nahe der Spreitenbachbrücke in Lachen.
Besitzerin dieses Aussenbauwerkes ist der Zweckverband ARA Untermarch. Die Anlage-Spreitenbach wurde im Frühjahr 1969 erbaut und besitzt im Aussenbereich ein Hauptbecken mit Räumerbrücke und 2 Seitenkammern. Die 2 Seitenkammern dienten als Klärschlamm Speichervolumen. In den ersten Betriebsjahren war das Bauwerk als Kläranlage in Betrieb.

Im Jahre 1991 wurde das Bauwerk zum Regenüberlaufbecken umgebaut und betrieben.

Regenüberlaufbecken Spreitenbach

Der grösste Teil der Rückhaltebecken sind im Aussenbereich angeordnet. Das Betriebsgebäude ist in zwei Ebenen unterteilt. Im Untergeschoss befinden sich die Zulaufkanal-Installationen und die Beschickungs- und Entleerungspumpen. Im Erdgeschoss ist die Schaltanlage, Grobrechen, Beckenbeschickung sowie der Betriebsraum-Trafostation Spreitenbach des EW Lachen untergebracht.

Durchlauf- und Entlastungskanal des Regenüberlaufbecken Spreitenbach

Der Durchlaufkanal des RB-Spreitenbach hat zwei hochgezogene Wehrschwellen. Der Zulaufkanal zum Regenüberlaufbecken weist einen Durchmesser von 150 cm auf. Der Ablauf zur ARA weist einen Durchmesser von 100 cm auf und ist mit einem mechanischen Drosselschieber mit Schwimmkörper ausgeführt. Dieses Ablauf-Drosselorgan begrenzt den maximalen Abfluss zur ARA Untermarch auf 135 bis 170 l/s.

Zulauf Regenüberlaufbecken Spreitenbach Lachen Ablauf Regenüberlaufbecken Spreitenbach Lachen

Zulaufrohr Ø 150 cm zum Regenüberlaufbecken
und Durchlaufkanal
am 19.08.2005

Wehrschwellen links und rechts mit
Drosselschieber in Ablaufrichtung
am 19.08.2005

Entlastungskanal zum Regenüberlaufbecken

In Fliessrichtung rechts ist die tiefere Wehrschwelle bis auf 96 cm hochgezogen. Sobald der Abwasserzulauf die Maximalgrenze von grösser 150 l/s erreicht, wird das Mischabwasser eingestaut. Das Einstauen des Zulaufes beim Drosselschieber beginnt bei zirka 30 cm. Sobald die Einstauhöhe im Zulaufkanal das Niveau von 96 cm erreicht, wird das überschüssige Mischabwasser auf die rechte Seite in den Beschickungspumpensumpf zum Regenüberlaufbecken abgeleitet. Die Wehrschwelle zum Regenüberlaufbecken weist eine Länge von 10,5 m auf.

Vor den Beckenbeschickungspumpen ist ein automatisierter Grobrechen mit einer Stabdistanz von 35 mm angeordnet. Der Pumpensumpf für die Regenüberlaufbeckenbeschickung hat bis zur Zulaufkanalüberfallkante ein Volumen von 135 Kubikmeter. Für die Beschickung des Regenüberlaufbecken sind zwei Tauchmotor-Propellerpumpen mit einer elektrischen Leistung von je 22 kW installiert. Diese zwei Pumpen haben eine hydraulischen Leistung von jeweils 420 bis 625 l/s, je nach Einstauhöhe im Pumpensumpf.

Grobrechen Regenüberlaufbecken Spreitenbach Lachen Grobrechen Regenüberlaufbecken Spreitenbach Lachen

Einlauf zum Grobrechen 35mm Stabdistanz
am 19.08.2005

Rechenanlage im Erdgeschoss
am 19.08.2005

Das grosse Hauptbecken

Die dem Regenüberlaufbecken zugeführte Mischabwassermenge wird im Hauptbecken und in den 2 seitlich angeortneten Speicherkammern zurückgehalten und zwischengespeichert. Das Mischwasser durchfliesst das Hauptbecken das die Dimensionen (LxBxT) 20.80 x 6.00 x 2,50 bis 2.60m aufweist, was ein Speichervolumen inklusive Pumpensumpf von 320 Kubikmeter ergibt. Der Regenüberlaufbeckenboden weist ein Gefälle von 0.55% auf. Die Überfallkante weist eine Länge von 5.00m auf. Die schwereren Schmutzstoffe im Mischabwasser setzen sich im 20 m langen Hauptbecken ab und werden grob vorgeklärt. In der Mitte über den Entleerungstrichtern am Anfang des Hauptbeckens ist eine Tauchwand eingebaut, die bewirkt dass möglichst viele Partikel sich direkt im Trichter absetzen. Vor dem Beckenende ist eine zweite Tauchwand angeordnet, diese hält die schwimmenden Stoffe im Hauptbecken zurück. Am Ende des Hauptbeckens der Überfallkante ist eine Ablaufrinne eingebaut. Diese Ablaufrinne leitet das Mischabwasser in die nördlich und südlich dem Hauptbecken angeordneten 2 Seitenkammern.

Die 2 Seitenkammern

Sobald das Speichervolumen des Hauptbeckens befüllt ist, überfällt das grob vorgeklärte Mischabwasser in die erste Ablaufrinne am Ausgang des Hauptbeckens und gelangt in die auf beiden Seiten angeordneten Seitenkammern. Die zwei Seitenkammern Nord und Süd haben ein Speichervolumen von je 150 m3, zusammen also ein Rückhalte-Volumen von 300 m3ergibt. Sind auch die 2 Seitenkammern befüllt, überfällt das vorgeklärte Mischabwasser in die zweite Entlastungs-Rinne, die zum Spreitenbach führt.

Hauptbecken Regenüberlaufbecken Spreitenbach Lachen Hauptbecken Regenüberlaufbecken Spreitenbach Lachen

Hauptbecken Überlauf mit Tauchwand
am 19.08.2005

Hauptbecken mit Sicht zum Einlauf
am 19.08.2005

Entlastung des Regenüberlaufbecken Spreitenbach

Die Überfallhöhe des Hauptbeckens liegt wenige Zentimeter unterhalb der Überfallkante zum eigentlichen Entlastungskanal. Damit ist gewährleistet dass die Durchflussmenge von 420 bis 1'250 l/s zuerst in die Seitenkammern geleitet wird, bevor ein Überfall zum Entlastungskanal zum Spreitenbach erfolgen kann. Das Rückhalte-Volumen des Hauptbeckens 320 Kubikmeter und der 2 Seitenkammern 2x150 Kubikmeter beträgt Total Rückhalte-Volumen 620 Kubikmeter. Diese Rinne führt in den Entlastungskanal der das vorgeklärte Mischabwasser dem Spreitenbach zuführt.

Sollte bei einem äusserst seltenen Ereigniss mehr als 1185 l/s zugeführt werden, steigt das Wasser im Schmutzwasserkanal bis zur zweiten höher gezogenen linken Wehrschwelle 137 cm und von dort direkt in den Entlastungskanal zum Spreitenbach. Dieses Szenario würde ebenfalls bei einem sehr langen Stromausfall von mehreren Stunden und einem Mischwasserzulauf von mehr als 150 l/s eintreten. In diesem Falle würden maximal 150 l/s zur ARA abfliessen.

Entlastungskanal Regenüberlaufbecken Spreitenbach Lachen

Austrittsöffnung des Entlastungskanales
in den Spreitenbach
am 27.08.2005

Entleerung des Regenüberlaufbecken Spreitenbach

Das RB-Spreitenbach wird nach jedem Regenereignis entleert. Das zwischegespeicherte abgesetzte Mischabwasser und der sich im Hauptbecken abgelagerte Schlamm wird mit den 4 Entleerungspumpen in den Schmutzwasserkanal zurückgefördert. Für die Freigabe der Beckenentleerung ist im Schmutzwasserkanal und im Hauptbecken je eine Niveaumessung angeordnet. Sobald das Hauptbecken Teilbefüllt oder Befüllt ist und das Niveau im Schmutzwasserkanal auf kleiner 46 cm abgesunken ist, erfolgt die Entleerung des Regenüberlaufbecken in zwei Schritten. Sollte der Zufluss während des Entleervorganges ansteigen und 82 cm übersteigen wird die Entleerung sofort abgebrochen.

Im ersten Schritt werden die beiden Seitenkammern entleert, anschliessend das Hauptbecken. Dies hat den Vorteil, dass bei einem Nachregen das Mischwasser im Hauptbecken weniger aufgewirbelt wird und die Tauchwand ihre Funktion beibehält.

In den zwei Seitenkammern sind Ultraschall-Niveaumessungen eingebaut. An der tiefsten Stelle der abfallenden Beckensohlen ist je ein Pumpensumpf. Durch die zwei Entleerungspumpen wird das Speichervolumen zum Schmutzwasserkanal zurückgefördert. Mit der Leermeldung der zwei Seitenkammern wird die Entleerung des Hauptbeckens freigegeben.

Im Hauptbecken sind an der tiefsten Stelle der abfallenden Beckensohle zwei tiefe konische Pumpensümpfe. Mit den zwei Entleerungspumpen wird auch dieses Speichervolumen zum Schmutzwasserkanal zurückgefördert.

Beckenreinigung des Regenüberlaufbecken Spreitenbach

Im Hauptbecken ist eine Reinigungspumpe mit Turbulenzreinigungsverfahren TRV (Airjet) eingebaut.

In Abhängigkeit vom Befüllen, Entleeren und dem Wasserstand des Regenüberlaufbecken beginnt das Turbulenz Reinigungs Verfahren (TRV) automatisch mit der Beckenreinigung. Innerhalb festgelegter Niveaus wird zwischen Dauer- und Intervallbetrieb gewechselt. Der Intervallbetrieb erlaubt es, die eher hohen Energiekosten tiefer zu halten.

Hauptbecken mit Reinigungspumpe Airjet Hauptbecken mit Entleerungspumpensumpf

Hauptbecken mit Reinigungspumpe Airjet
am 19.08.2005

Hauptbecken Entleerungspumpensumpf
am 19.08.2005

Die Pumpe fördert das Mischwasser vom Pumpensumpf des Hauptbeckens zum Injektor, wo durch die Querschnittsreduzierung eine höhere Fliessgeschwindigkeit und ein Unterdruck erzeugt wird. Durch ein auf dem Injektor aufgesetztes Belüftungsrohr wird das Mischwasser mit Luft angereichert, was zu einer grösseren Strahlweite und zu einer Verlangsamung des anaeroben Abbaus des Mischwassers führt. Der austretende Strahl aus Mischwasser und Luft entgegen dem Bodengefälle sorgt für eine ausreichende Flotation und dient der Reinigung der Beckenwände und der Beckensohle.

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Seite erstellt:  10.04.2005

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letztes Update:  12.05.2018

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