Regenüberlaufbecken (RB) Spreitenbach Lachen 1973 - 1991


Betrieb des Regenüberlaufbecken Spreitenbach 1991 - 2011 Sanierung Regenüberlaufbecken Spreitenbach 2009 - 2011

Standort Aussenbauwerk

Standort Regenüberlaufbecken Spreitenbach Lachen Aussenansicht Regenüberlaufbecken Spreitenbach Lachen

Standort Regenüberlaufbecken
Spreitenbach Lachen
am 03.07.2011

Aussenansicht Regenüberlaufbecken
Spreitenbach Lachen
1991

Standort

Das Betriebsgebäude befand sich an der Aastrasse 16 nahe der Spreitenbachbrücke in Lachen.
Besitzerin dieses Aussenbauwerkes ist der Zweckverband ARA Untermarch. Das RB-Spreitenbach wurde im Frühjahr 1969 erbaut und besass im Aussenbereich ein Hauptbecken mit Räumerbrücke und 2 Klärschlammkammern. Die 2 Klärschlammkammern dienten als Speichervolumen mit kalter Faulung. In den ersten Betriebsjahren war das Bauwerk als mechanische Kläranlage in Betrieb.

Regenüberlaufbecken Spreitenbach

Das Vorklärbecken im Aussenbereich mit dem Volumen von 290 Kubikmeter wird umgenutzt und als Rückhaltebecken betrieben. Das Betriebsgebäude ist in zwei Ebenen unterteilt. Im Untergeschoss befanden sich die Zulaufkanal-Installationen und die Beschickungs- und RB-Entleerungspumpen. Im Erdgeschoss war die Schaltanlage, Grobrechen, sowie der Betriebsraum-Trafostation Spreitenbach des EW Lachen untergebracht.

Zulaufkanal RB-Spreitenbach

Der Zulaufkanal des Regenüberlaufbecken Spreitenbach hatte zwei hochgezogene Wehrschwellen und wies einen Durchmesser von 150 cm auf. Der Ablauf zur ARA Untermarch wies einen Durchmesser von 100 cm auf und ist mit einem mechanischen Plattenschieber ausgeführt. Dieses Ablauf-Drosselorgan begrenzte den maximalen Abfluss zur ARA Untermarch auf 135 bis 170 l/s.

Zulauf Regenüberlaufbecken Spreitenbach Lachen Ablauf Regenüberlaufbecken Spreitenbach Lachen

Zulaufrohr Ø 150 cm zum Regenüberlaufbecken
und Durchlaufkanal
1991

Wehrschwellen links und rechts mit
Drosselschieber in Ablaufrichtung
1991

Entlastungskanal zum Regenüberlaufbecken

In Fliessrichtung rechts ist die tiefere Wehrschwelle bis auf 98 cm hochgezogen. Sobald der Abwasserzulauf die Maximalgrenze von grösser 100 l/s erreicht, wird das Mischabwasser eingestaut. Das Einstauen des Zulaufes beim mechanischen Drosselschieber beginnt bei zirka 30 cm. Sobald die Einstauhöhe im Zulaufkanal das Niveau von 98 cm erreicht, wird das überschüssige Mischabwasser auf die rechte Seite in den Beschickungspumpensumpf zum Regenüberlaufbecken abgeleitet. Die Wehrschwelle zum alt weist eine Länge von 10,5 m auf.

Vor den Beckenbeschickungspumpen ist ein Grobrechen mit einer Stabdistanz von 35 mm angeordnet. Der Pumpensumpf für die Regenklärbeckenbeschickung hat bis zur Zulaufkanalüberfallkante ein Volumen von 135 Kubikmeter. Für die Beschickung des Regenüberlaufbecken sind zwei Tauchmotorpumpen installiert. Diese zwei Pumpen hatten eine hydraulischen Leistung von je 150 bis 200 l/s, je nach Einstauhöhe im Pumpensumpf.

Grobrechen Regenüberlaufbecken Spreitenbach Lachen Grobrechen Regenüberlaufbecken Spreitenbach Lachen

Einlauf zum Grobrechen 35mm Stabdistanz
1991

Rechenanlage im Erdgeschoss
1991

Das Regenüberlaufbecken

Die dem Regenüberlaufbecken zugeführte Mischabwassermenge wurde zurückgehalten und zwischengespeichert. Das Mischabwasser durchfloss das Regenklärbecken (LxBxT) 20.80 x 6.00 x 2,30 bis 2.40m. Dies ergab ein Speichervolumen inklusive Pumpensumpf von 290 Kubikmetern. Der Regenüberlaufbeckenboden wies ein Gefälle von 0.55% auf. Die Überfallkante hatte eine Länge von 5.00m. Die schwereren Schmutzstoffe im Mischabwasser setzten sich im 20 m langen Hauptbecken ab und wurden grob vorgeklärt. Auf der Zulaufseite über den Entleerungstrichtern war eine Tauch- Prallwand eingebaut, die bewirkte dass möglichst viele Partikel direkt im Trichter abgesetzt wurden. Vor dem Beckenende war eine zweite Tauchwand angeordnet, diese hielt die schwimmenden Stoffe im Hauptbecken zurück. Am Ende des Beckens nach der Überfallkante war eine Ablaufrinne eingebaut. Diese Ablaufrinne leitete das grob vorgeklärte Mischabwasser in Spreitenbach.

Hauptbecken Regenüberlaufbecken Spreitenbach Lachen Hauptbecken Regenüberlaufbecken Spreitenbach Lachen

Hauptbecken Überlauf mit Tauchwand
1991

Hauptbecken mit Sicht zum Einlauf
1991

Entlastung des Regenüberlaufbecken Spreitenbach

Die Überfallkante des Hauptbeckens leitet das grob vorgeklärte Mischabwasser in eine Rinne und anschliessend in den Entlastungskanal zum Spreitenbach. Das Volumen des Hauptbeckens beträgt 290 Kubikmeter. Damit ist gewährleistet dass die Durchflussmenge von 75 bis 200 l/s genügend vorgeklärt in den Spreitenbach erfolgen kann.

Sollte bei einem äusserst seltenen Ereigniss mehr als 200 l/s zugeführt werden, steigt das Wasser im Schmutzwasserkanal bis zur zweiten höher gezogenen linken Wehrschwelle 137 cm und von dort direkt in den Entlastungskanal zum Spreitenbach. Dieses Szenario würde ebenfalls bei einem längerem Stromausfall eintreten.

Entlastungskanal Regenüberlaufbecken Spreitenbach Lachen

Austrittsöffnung des Entlastungskanales
in den Spreitenbach am
27.08.2005

Im Jahre 1973 wurde das Bauwerk von der ersten Kläranlage zum Regenüberlaufbecken (RB) umgebaut und betrieben.

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Seite erstellt:  29.12.2011

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letztes Update:  12.05.2018

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