Kläranlage Untermarch am Spreitenbach Lachen 1969 - 1973


Betrieb des Regenüberlaufbecken Spreitenbach 1991 - 2011 Sanierung Regenüberlaufbecken Spreitenbach 2009 - 2011

Standort der Kläranlage

Standort Kläranlage Spreitenbach Lachen Aussenansicht Kläranlage Spreitenbach Lachen

Standort Kläranlage
Spreitenbach Lachen
keine Bilder aus dem Jahre 1969

Aussenansicht Kläranlage
Spreitenbach Lachen 2005
keine Bilder aus dem Jahre 1969

Geschichte zum Bauwerk Spreitenbach

Das Betriebsgebäude befand sich an der Aastrasse 16 nahe der Spreitenbachbrücke in Lachen. Die Kläranlage Untermarch am Spreitenbach wurde im Frühjahr 1969 erbaut und besass im Aussenbereich ein Hauptbecken mit Räumerbrücke und 2 Klärschlammkammern. Die 2 Klärschlammkammern wurden als Speichervolumen mit kalter Faulung betrieben. In den ersten Betriebsjahren war das Bauwerk als mechanische Kläranlage in Betrieb.

Mechanische Kläranlage am Spreitenbach

Das Vorklärbecken im Aussenbereich mit dem Volumen von 290 Kubikmeter wurde als rein mechanische Kläranlage betrieben. Das Betriebsgebäude war in zwei Ebenen unterteilt. Im Untergeschoss befanden sich die Zulaufkanal-Installationen und die Beschickungs- und Schlammpumpen zu den Schlammkammern. Im Erdgeschoss war die Schaltanlage, Grobrechen, und der Betriebsraum-Trafostation Spreitenbach des EW Lachen untergebracht.

Zulaufrohr Kläranlage Spreitenbach Lachen

Zulaufrohr Ø 150 cm zur Kläranlage
hier ein Bild von 2005
keine Bilder aus dem Jahre 1969

Zulaufkanal zur Kläranlage

In Fliessrichtung rechts ist die tiefere Wehrschwelle bis auf 98 cm hochgezogen. Zu diesem Zeitpunkt 1969 bis 1973 war der Plattenschieber auf der rechten Kanalseite offen, damit das ankommende Mischabwasser direkt zum Grobrechen fliessen konnte. Die Wehrschwelle der Hochwasserentlastung zum Spreitenbach war auf 141 cm hochgezogen und wies eine Länge von 10,5 m auf.

Vor den Schlammbeschickungspumpen war ein Grobrechen mit einer Stabdistanz von 35 mm angeordnet. Der Pumpensumpf für die Klärbeckenbeschickung hatte bis zur Zulaufkanalüberfallkante ein Volumen von 135 Kubikmeter. Für die Beschickung des Klärbeckens waren zwei Tauchmotorpumpen installiert. Diese zwei Pumpen hatten eine hydraulischen Leistung von je 75 bis 100 l/s, je nach Einstauhöhe im Pumpensumpf.

Grob-Rechenanlage Kläranlage Spreitenbach Lachen

Einlauf zum Grobrechen 35mm Stabdistanz
hier ein Bild von 2005
keine Bilder aus dem Jahre 1969

Das Klärbecken

Die dem Klärbecken zugeführte Mischabwassermenge wurde im Hauptbecken rein mechanisch geklärt. Das Mischabwasser durchfloss das Hauptbecken das die Dimensionen (LxBxT) 20.80 x 6.00 x 2,50 bis 2.60m aufwies. Dies ergab ein Speichervolumen inklusive Schlammtrichter von zirka 290 Kubikmeter. Der Klärbeckenboden wies ein Gefälle von 0.55% auf. Die Überfallkante beim Klärbeckenauslauf hatte eine Länge von 5 Meter. Die schwereren Schmutzstoffe im Mischabwasser setzten sich im 20 m langen Klärbecken ab. auf der Zulaufseite über den Schlammtrichtern des Hauptbeckens war eine Tauchwand, die auch die Funktion Prallwand aufwies, eingebaut. Diese bewirkte dass sich möglichst viele Partikel direkt in die Schlammtrichter absetzten konnten. Vor dem Beckenende war eine zweite Tauchwand angeordnet, diese hielt die schwimmenden Stoffe im Klärbecken zurück. Am Ende des Hauptbeckens der Überfallkante war eine Ablaufrinne eingebaut. Diese Ablaufrinne leitet das geklärte Abwasser in den damaligen Vorfluter, den Spreitenbach.

Hauptbecken Kläranlage Spreitenbach Lachen

Hauptbecken Überlauf mit Tauchwand
hier ein Bild von 2005
keine Bilder aus dem Jahre 1969

Vorfluter Spreitenbach

Das Volumen des Hauptbeckens betrug 290 Kubikmeter. Damit war gewährleistet dass die Durchflussmenge von 75 bis 100 l/s genügend vorgeklärt in den Spreitenbach fliessen konnte.

Wäre bei einem äusserst seltenen Ereigniss mehr als 100 l/s zugeführt worden. Wäre das Abwasser im Schmutzwasserkanal bis zur zweiten höher gezogenen linken Wehrschwelle 141 cm aufgestaut worden. Danach von dort direkt in den Entlastungskanal zum Spreitenbach. Dieses Szenario wäre ebenfalls bei einem längerem Stromausfall eintreten.

Entlastungskanal Kläranlage Spreitenbach Lachen

Austrittsöffnung des Entlastungskanales
in den Spreitenbach

hier ein Bild von 2005
keine Bilder aus dem Jahre 1969

Zulaufkanal der damals noch in Planung befindlichen ARA Untermarch

Der Zulaufkanal der Kläranlage-Spreitenbach, der später zur damals in der Planungsphase stehende ARA Untermarch, hat zwei hochgezogene Wehrschwellen und weist einen Durchmesser von 150 cm auf. Der Ablauf zur damals zur geplanten ARA Untermarch wies einen Durchmesser von 100 cm auf und wurde mit einem mechanischen Plattenschieber ausgeführt. Dieses Ablauf-Drosselorgan begrenzt in der Zukunft den maximalen Abfluss zur ARA Untermarch auf 135 bis 170 Liter/s.

Im Jahre 1973 wurde das Bauwerk umgenutzt und von der rein mechanischen Kläranlage zum Regenüberlaufbecken umgebaut.

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Seite erstellt:  29.12.2011

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letztes Update:  12.05.2018

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