Speicherkanal + Drosselschacht Winkelhöfli in Wangen

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Standort des Aussenbauwerkes

Standort Speicherkanal Winkelhöfli in Wangen Aussenansicht Speicherkanal Winkelhöfli in Wangen

Standort Speicherkanal
Winkelhöfli in Wangen
am 03.07.2011

Aussenansicht Speicherkanal
Winkelhöfli in Wangen
am 02.09.2005

Standort

Der Drosselschacht + Speicherkanal Winkelhöfli befindet sich an der Mühlestrasse 27 in Wangen.
Besitzerin dieses Aussenbauwerkes ist der Zweckverband ARA Untermarch. Die Registriergeräte sind in einer Betonkabine untergebracht.

Aufbau Speicherkanal

Der Speicherkanal wird wie ein Durchlaufbecken im Hauptschluss betrieben. Der Abfluss des Speicherkanales zur ARA ist durch ein mechanisch einstellbares Drosselungorgan mit Schwimmkörper begrenzt. Das Drosselorgan ist auf 25 l/s eingestellt. Zur Überwachung des Inhaltes oder der Befüllung ist vor dem Drosselorgan eine Hydrostatische Niveaumessung eingebaut. Die Befüllung und die Entleerung des Speicherkanals wird rund um die Uhr mit einem Datalogger aufgezeichnet.

Der Speicherkanal Winkelhöfli hat eine Länge von 581 m, und ein Speichervolumen von 885m3. Die Einstauhöhe bis zur Hochwasserentlastung in der Bahnhofstrasse in Siebnen beträgt 4.76 m. Auf der ganzen Länge sind 5 Kontrollschächte die dicht verschraubt sind vorhanden.

Entleerung des Speicherkanal Winkelhöfli

An der tiefsten Stelle des abfallenden Speicherkanals ist die Abzweigung zum Drosselschacht. Nur wenig höher nach dem Abzweiger, der zur mechanischen Ablaufdrosselung führt, befindet sich ein Schlammsammelschacht. Der Speicherkanal wird wie ein Durchlaufbecken im Hauptschluss betrieben.

Für die Freigabe der Speicherkanalentleerung ist somit keine elektrische Steuerung nötig. Dieser Entleerungsvorgang dauert bei ganz gefülltem Speicherkanal zirka 16 Stunden.

Abflussmengenmessung Speicherkanal Winkelhöfli

Die Abflussmenge des Speicherkanales und die Schmutzwassermenge der Fabrikstrasse in Richtung ARA wird rund um die Uhr mit einem Datalogger aufgezeichnet.

Standort Speicherkanal Winkelhöfli in Wangen Speicherkanal Winkelhoefli Drosselschieber

Drosselschacht mit mechanischer
Ablaufdrosseleinrichtung
am 02.09.2005

Einstellung der Abflussmenge
am 23.08.2011

Konzept Drosselschacht + Speicherkanal Winkelhöfli

Der 1996/1997 erstellte Entlastungs-/Staukanal dient der Speicherung und verzögerten gedrosselten Abgabe des Regenwasseranfalles aus den Einzugsgebieten oberer Teil der Bahnhofstrasse und dem 2008/2009 erstellten Speicherkanales Althof aus dem Gebiet der Äusseren Bahnhofstrasse. Dadurch wird eine Entlastung der unterliegenden Kanalisation ab der Bahnhofstrasse 50 erreicht. Vor dem Bau des Speicherkanales Winkelhöfli ist es bei Regenwetter verschiedentlich zu Rückstau und Kellerüberschwemmungen wegen zu knapper Abflusskapazitäten gekommen. Das Stauvolumen des Speicherkanales wird zur Abflachung der Abflussspitzen ausgenützt. Der Kanalüberlauf liegt am Anfang des Speicherkanales Winkelhöfli in der Bahnhofstrasse 50. Nach der ersten Ausbauetappe ist noch keine Hochwasserentlastung in einen Vorfluter der Wägitaler Aa vorhanden. Der stark gedrosselte Ablauf aus dem Speicherkanal Winkelhöfli fliesst in die Kanalisationsleitung in der Fabrikstrasse. Der Trockenwetter Abwasseranfall aus dem Einzugsgebiet wird bis zur Bahnhofstrasse 50 in den Speicherkanal Winkelhöfli und von dort gedrosselt in die Kanalisation Fabrikstrasse/Mühlestrasse abgeleitet.

Nach erfolgtem 2. Ausbau 2008/2009 wird die Kanalisationsleitung der Äusseren Bahnhofstrasse, durch den Speicherkanal Althof gedrosselt in die Kanalisation bei der Bahnhofstrasse 50 geführt. Von dort wird der Trockenwetteranfall wie auch der Regenwetteranfall direkt in den Speicherkanal Winkelhöfli abgeleitet. Erst nach einem weiteren Ausbau würde eine eigentliche Regenwasserentlastung in die Wägitaler Aa realisiert. Dieser Ausbau ist vorgesehen, wenn die Überbauung und die Versiedelung und somit der Abfluss aus den Einzugsgebieten weiter zunimmt.

Für die 2 realisierten Ausbauetappen, inkl. Anschluss der Gebiete Zügerdörfli und Richtplangebiet, gelten die gemäss GKP Wangen 5-jährige Dimensionierungsregenmengen. Ohne den Anschluss des Gebietes Zügerdörfli und die Überbauung des Richtplangebietes fliessen dem Speicherkanal Winkelhöfli nur die Wassermengen aus dem Einzugsgebiet Bahnhofstrasse zu.

Nach dem Bau des Speicherkanales Winkelhöfli fliessen im oberen Teil der Bahnhofstrasse bei Trockenwetter QTW bis 11.2 l/s Abwasser und bei Regenwetter QRW bis 1'826 l/s Mischabwasser in den gedrosselten Speicherkanal. Zum gedrosselten Abfluss aus dem Speicherkanal kommen von der Fabrikstrasse bei Trockenwetter QTW bis 11.9 l/s Abwasser und bei Regenwetter QRW bis 1'957 l/s Mischabwasser in die Kanalisation Mühlestrasse der Gemeinde Wangen. In der Anfangsphase ohne Anschluss des Zügerdörfli und Überbauung des Richtplangebietes bei Trockenwetter QTW bis 2.6 l/s Abwasser und bei Regenwetter QRW bis 520 l/s Mischabwasser.

Die Berechnung mit einem Regenabflussmodell ergibt für den 5-jährigrn Dimensionierungsregenmenge eine rechnerische Überlaufhäufigkeit von etwa einem Überlauf pro Jahr. Voraussetzung ist allerdings, dass der Stauinhalt bei Beginn des nächsten Regens wieder zur Verfügung steht. Der Speicherkanal Winkelhöfli weist, vor dem Ausbau der Hochwasserentlastungsleitung zur Wägitaler Aa, einen Speicherinhalt von ca. 885m3 auf.

Nach erfolgter 3. Ausbauphase kann der Speicherkanal Winkelhöfli von der Bahnhofstrasse her nicht mehr voll genutzt werden, weil die Drucklinie dann von der Überfallkante der Hochwasserentlastung in die Wägitaler Aa gegeben ist. Der Speicherinhalt beträgt dan 750m3.

Ausbau und funktionelle Sicherheitsmassnahmen

Vom Anfangsschacht in der Bahnhofstrasse 50 bis zum Endschacht in der Fabrikstrasse führt der Speicherkanal Winkelhöfli mit einem konstanten Gefälle von 6.9 ‰ auf einer Länge von ca. 600m durch das offene Feld. Die ersten 174 m bis zum Kontrollschacht 3 sind mit Rohrdurchmesser 1'000 mm und die folgenden 407 m bis zum vorläufigen Endschacht, westseitig des Mühlebachkanales unterhalb der EW-Trafostation in der Fabrikstrasse, mit Rohrdurchmesser 1'500 mm ausgeführt.

Von Kontrollschacht KS1 bis Kontrollschacht KS2 liegt die Drucklinie knapp unterhalb des Rohrscheitels. Im Kontrollschacht KS3, Übergang von Rohrdurchmesser 1'000mm zu 1'500 mm, liegt die Drucklinie über dem Rohrscheitel aber noch unter dem Schachtdeckel. Hier muss zur Sicherheit relativ viel Luft ein- und ausströmen können. Es darf also keine Abdeckung des luftdurchgängigen Schachtdeckel erfolgen! Zwischen Kontrollschacht KS3 und Kontrollschacht KS5 liegen die Kontrollschächte KS3a, KS3b sowie beim Abzweig in den Drosselschacht KS4. Auf der Strecke vom Kontrollschacht KS4 zum Drosselschacht erfolgt die Unterquerung des Mühlebaches. In den Kontrollschächten KS3a und KS3b sind Entlüftungsventile eingebaut. Die Schachtdeckel der Entlüftungsschächte müssen gut luftgängig sein und dürfen daher auf keinen Fall zugedeckt werden! Diese beiden Entlüftungsschächte werden periodisch kontrolliert.

Die Schachtdeckel der Einstiegschächte KS3a, KS3b, KS4 und KS5 liegen bei vollem Speicherkanal unterhalb der Drucklinie. Sie müssen deshalb verschraubt sein und dürfen nur kurzfristig geöffnet werden, wenn der Staukanal leer ist und kein Niederschlagsabfluss zu erwarten ist. Jedes Öffnen eines verschraubten Kontrollschachtes darf erst nach erfolgter Kontrolle der Niveaumessung erfolgen.

Im Drosselschacht ist ein mechanischer selbsttätiger Schwimmerdrosselschieber eingebaut. Die Rohrleitung der Unterquerung bis zum Drosselschacht weist einen Durchmesser von 250mm auf. Ein paralell zum selbsttätigen Schwimmerdrosselschieber eingebauter Nothandschieber stellt sicher dass bei verstopftem Drosselorgan der Speicherkanal unter Beobachtung trotzdem entleert werden kann. Vom Drosselschacht führt der gedrosselte Ableitkanal Rohrdurchmesser 400mm, Länge 100m und einem Gefälle von 6.25 ‰ entlang des Mühlebachkanales via 2 Kontrollschächte KS11 und KS12 in die Kanalisationsleitung in der Fabrikstrasse.

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Seite erstellt:  10.04.2005

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letztes Update:  16.07.2018

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