Pumpwerk Hafen Lachen 1969 - 2009

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Standort des Aussenbauwerkes

Standort Pumpstation Hafen Lachen Aussenansicht Pumpstation Hafen Lachen

Standort Pumpwerk
PW-Hafen Lachen
am 03.07.2011

Aussenansicht Pumpwerk
PW-Hafen Lachen
am 23.09.2005

Geschichte Pumpwerk Hafen Lachen

Das Pumpwerk-Hafen in Lachen ist das grösste Pumpwerk der ARA Untermarch.
Sie wurde bereits im Jahre 1969 in Betrieb gesetzt.
Das Pumpwerk befindet sich an der Seestrasse 1 nahe des Primarschulhauses beim Seeplatz.
Besitzerin dieses Aussenbauwerkes ist der Zweckverband ARA Untermarch.

Das Pumpwerk wurde bis zum Jahre 1979 als Unterflur-Pumpwerk betrieben

Das Pumpwerk war bis zu diesem Zeitpunkt in 2 Ebenen aufgebaut. Im Untergeschoss der Pumpenbetriebsraum, die Schaltanlagen, der Zulaufkanal mit pneumatischem Zulaufschieber sowie der Notstromdieselanlage. Darunter befand sich der Pumpensumpf mit den mechanischen Pumpenteilen. Der Treppenabgang ins Untergeschoss Betriebsraum-Pumpen war mit Gitterrosten abgedeckt. Der Betriebsraum-Pumpen ist Überflur mit einer Beton-Umrandung versehen die als Sitzgelegenheit genutzt werden konnte.

Durch zwei Starkregenereignisse wurde das Unterflur-Pumpwerk Hafen am Dienstag, 16. März 1971 und am Sonntag, 7. August 1977 unter Wasser gesetzt

Der Betrieb des Pumpwerkes musste behelfsmässig bei beiden Zwischenfällen mit Provisorien aufrecht erhalten werden. Bei beiden Schadenereignissen mussten die unter Abwasser gesetzte Schaltanlage, die trockenaufgestellten Pumpenantriebsmotoren sowie die Notstromdieselanlage mit aufwändiegen Revisionsarbeiten wieder in den regulären Betrieb zurückgesetzt werden.

Nach dem zweiten Schadenereignis musste eine Verbesserung der Betriebssicherheit herbeigeführt werden

Das Unterflur-Pumpwerk Hafen wurde im Jahre 1979 um ein Stockwerk, dem Erdgeschoss erweitert. Das Pumpwerk war nun in drei Ebenen unterteilt. Die elektrische Schaltanlage und das Notstrom Diesel-Aggregat konnten ins überflutungssichere Erdgeschoss verlegt werden. Im bestehenden Untergeschoss dem Pumpen-Betriebsraum wurden 2 neue tockenaufgestellte Pumpenantriebsmotoren mit pneumatischen Rückhalteschieber im Einsatz. Auf der gleichen Ebene befinden sich die vorhandenen mechanischen Rückschlagklappen der zwei neuen Tauchpumpen. Für je 2 Pumpen sind zwei verschieden grosse Druckleitungen vorhanden. Ebenfalls auf dieser Ebene dem Betriebsraum-Pumpen, im Treppenabgang, befindet sich der pneumatische Zulauf-Plattenschieber. Ganz unten im bestehenden Pumpensumpf sind 2 Tauchmotorpumpen und der hydraulische Teil der Überflurmotorpumpen angeordnet.

Funktionsbeschreibung Pumpwerk Hafen Lachen

Der Zulaufschieber

Im Untergeschoss des Gebäudes ist der pneumatisch betriebene Zulaufschieber untergebracht.

Dieser Zulaufschieber ist eingebaut für Notfälle wie

Dieser Plattenschieber wird bei Bedarf, durch den mechanischen Schwimmer im Pumpensumpf, mit Druckluft geschlossen. Kurz bevor der Zulaufschieber vom ansteigenden Niveau im Pumpensumpf geschlossen wird, wird von der "Hochwasser Niveauschaltbirne" im Pumpensumpf eine Alarmmeldung zur ARA Untermarch abgesetzt.

Wenn der Zulaufschieber geschlossen ist, darf dieser bei sinkendem Pumpensumpfniveau auf keinen Fall, automatisch wieder geöffnet werden. Der Zulaufkanal von Altendorf her befindet sich in dieser Situation in sehr kurzer Zeit im Einstau. Das alarmierte Betriebspersonal entleert, unter ständiger Beobachtung und in kleinen Schritten, den im Einstau befindenden Zulaufkanal.

Zulaufschieber Sicht vom Pumpensumpfzulauf

Zulaufschieber Sicht vom Pumpensumpfzulauf
am 27.10.2008

Unter dem Untergeschoss der Pumpensumpf

Auf der untersten Ebene dem Pumpensumpf sind die Pumpengehäuse, der trockenaufgestellten Rohabwasserpumpen 1 und 2, angeordnet. Daneben befinden sich die Rohabwasserpumpen 3 und 4 die als Tauchmotorpumpen ausgeführt sind.

Im Untergeschoss der Pumpen Betriebsraum

Auf dieser Ebene befinden sich die 2 Antriebsmotoren der Rohabwasserpumpen 1 und 2 und die dazugehörenden Rohrinstallationen zur grösseren Druckleitung, mit den zwei pneumatischen Plattenschiebern. Die Rückflussverhinder der zweiten Druckleitung sind mechanische Rückschlagklappen und die Rohrinstallation die zur Druckleitung zur ARA führt.

Zulaufmessung Pumpwerk

Im Zulaufkanal nach dem Zulaufschieber ist ein Venturimesskanal eingebaut. In diesem Venturikanal (Einrichtung zur Messung der Durchflussmenge in einem Freispiegelkanal) ist die Zulaufmessung angeordnet. Das Einstauniveau im Venturikanal wird mit einer Ultraschallmessung gemessen, und mittels der eingegebenen Kurve in die Durchflussmenge umgerechnet. Die gemessene Zulaufmenge wird im Betriebsraum im Erdgeschoss mit einem Linienschreiber registriert. Ebenso wird die Zulaufmenge mit einem Summenzähler registriert und archiviert.

Niveaumessung Pumpensumpf

Das Niveau im Pumpensumpf wird mit einer Hydrostatischen Niveaumessung (Drucksonde) ebenfalls kontinuierlich gemessen. Auch diese Werte werden mit dem gleichen Linienschreiber aufgezeichnet. Dieses elektronische Signal wird verwendet um die 4 Rohabwasserpumpen gestaffelt "EIN" und beim absinken des Wasserstandes auch wieder gestaffelt "AUS" zuschalten

Rohwasserpumpen 1 und 2 im Untergeschoss Rohwassertauchpumpen 3 und 4 Untergeschoss

Rohwasserpumpen 1 und 2 mit pneumatischen
Rückhalte Plattenschieber und Druckleitung
am 30.09.2005

Rohwassertauchpumpen 3 und 4 mit mechanischen
Rückschlagklappen und Druckleitung
am 30.09.2005

Das neue im Jahre 1979 erstellte Erdgeschoss

Im Erdgeschoss sind die elektrische Schaltanlage und die Notstromgruppe untergebracht jetzt überflutungssicher angeordnet. Ebenfalls in diesem sicheren neuen Raum befindet sich die Druckluftkompressoranlage, die Blindstromkompensation und der Dieseltank für die Notstromgruppe. Diese Dieselnotstromanlage hat eine Leistung von 60 kVA. Sie ist in der Lage 3 von 4 Rohabwasserpumpen in Betrieb zu halten.

Elektrische Steuerung im Betriebsraum EG Notstromgruppe im Betriebsraum EG

Elektrische Schaltanlage im Überflutungssicheren
Erdgeschoss das 1979 gebaut wurde
am 30.09.2005

Notstromgruppe und Druckluftanlage
ebenfalls an einem sicheren Ort
am 30.09.2005

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Seite erstellt:  16.06.2009

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letztes Update:  03.10.2018

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